Resourcly sichert sich 2,9 Mio. € für KI-gestützte Bestandsoptimierung
Das deutsche Startup Resourcly hat in einer Seed-Runde 2,9 Mio. € eingesammelt. Die Finanzierungsrunde wird von der Berliner Venture-Capital-Gesellschaft Project A angeführt und markiert einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen, das sich auf künstliche Intelligenz und Bestandsverwaltung spezialisiert.
Intelligente Lagerverwaltung durch Datenharmonisierung
Resourcly entwickelt eine KI-gestützte Plattform zur umfassenden Bestandsoptimierung für Fertigungsunternehmen. Das Kernproblem, das das Unternehmen adressiert, ist die mangelnde Transparenz und Effizienz in komplexen Lagerverwaltungssystemen großer Hersteller. Viele Industrieunternehmen verfügen über fragmentierte Bestandsdaten, Duplikate und eine unzureichende Standardisierung ihrer Teileinformationen – was zu unnötigen Kosten, längeren Lieferketten und ineffizienten Beschaffungsprozessen führt.
Die Plattform von Resourcly kombiniert drei Kernkompetenzen: fortgeschrittene Datenharmonisierung, Ähnlichkeitsanalyse und Ausführungsmöglichkeiten. Das System standardisiert zunächst die Masterdaten von Bauteilen, identifiziert und entfernt Duplikate im Bestand und empfiehlt schließlich qualifizierte Alternativen – alles unterstützt durch maschinelles Lernen. Damit macht Resourcly komplexe Lagerbestände transparent und effizienter. Darüber hinaus verfolgt das Startup einen zirkulären Ansatz und unterstützt Hersteller bei der Optimierung ihrer Bestände im Sinne von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.
Das Geschäftsmodell zielt auf Fertigungsunternehmen ab, insbesondere solche mit großen und komplexen Bestandsstrukturen. Die Softwarelösung bietet ihnen die Möglichkeit, Kapitalgebundene Bestände zu reduzieren, Beschaffungsprozesse zu automatisieren und die Lieferketteneffizienz zu steigern – Faktoren, die für produzierende Unternehmen zunehmend kritisch werden.
Starkes Investor-Konsortium mit Industrie-Expertise
Project A führt die Seed-Runde an, unterstützt wird die Finanzierung durch D11Z. Ventures. Darüber hinaus beteiligten sich mehrere namhafte Business Angels und Branchenexperten, darunter Knut Alicke, Philip Harting und Gregor Stühler. Auch FIEGE Ventures und Prequel VC zählen zu den Investoren. Das Konsortium wird komplettiert durch ehemalige Führungskräfte von Global-Playern wie SAP, Volkswagen, Siemens und Danaher – ein beeindruckendes Netzwerk, das operatives Know-how aus der Industrie direkt in das Startup bringt.
Die frische Kapitalspritze von 2,9 Mio. € soll primär für die Produktentwicklung und Markterschließung eingesetzt werden. Mit der Unterstützung erfahrener Investoren und Business Angels aus der Manufacturing- und Enterprise-Software-Branche ist Resourcly gut positioniert, um sein Team zu vergrößern, die Plattform weiterzuentwickeln und in den deutschsprachigen Markt sowie darüber hinaus zu expandieren.
Wachsendes Interesse an Supply-Chain-Optimierung
Die Finanzierung reflektiert einen breiter werdenden Trend: Während der Lieferkettenkrisen der letzten Jahre ist das Bewusstsein für Bestandsoptimierung und Lieferkettentransparenz dramatisch gestiegen. Produzierende Unternehmen suchen verstärkt nach Lösungen, um ihre Bestände effizienter zu verwalten und Lieferketten widerstandsfähiger zu gestalten. Gleichzeitig gewinnt der Gedanke der Zirkularwirtschaft in der Industrie an Bedeutung – auch hier kann Resourcly mit seinem Ansatz ansetzen.
Der deutsche Mittelstand und internationale Fertigungsunternehmen haben erkannt, dass digitale Lösungen zur Bestandsverwaltung nicht nur kosteneffizient sind, sondern auch strategische Wettbewerbsvorteile bieten. Resourcly betritt damit einen Markt mit erheblichem Expansionspotenzial. Die Kombination aus AI-gestützter Datenverarbeitung und praktischer Industrie-Erfahrung der Investoren schafft eine solide Grundlage.
Ausblick und nächste Schritte
Resourcly ist in Deutschland ansässig und hat mit dieser Seed-Runde insgesamt 2,9 Mio. € eingesammelt. Mit dem starken Backing durch Project A und ein Konsortium erfahrener Investoren aus der Industrie ist das Unternehmen nun gut vorbereitet, um seine Plattform zu skalieren und weitere Marktanteile zu erschließen. Die nächsten Monate dürften für Produktentwicklung, Kundenakquisition und Teamexpansion entscheidend sein.









