Naboo sammelt 64,4 Mio. € in Series-B-Runde ein
Das Pariser Event-Tech-Unternehmen Naboo hat 64,4 Mio. € in einer Series-B-Finanzierungsrunde eingesammelt. Die Runde wird von Lightspeed Venture Partners angeführt und markiert einen bedeutenden Wachstumsschritt für das noch junge Unternehmen. Mit dieser Kapitalzuführung positioniert sich Naboo als zentraler Player im fragmentierten Markt der Corporate-Event-Verwaltung.
Eine All-in-One-Plattform für Corporate Events
Naboo bietet eine integrierte Softwareplattform für die Buchung, Verwaltung und Durchführung von Corporate Events im MICE-Segment (Meetings, Incentives, Conferences, Exhibitions). Das Kernproblem, das Naboo adressiert, ist die klassische Komplexität der Event-Planung: Unternehmen müssen traditionell mit fragmentierten Anbietern arbeiten – separate Kontakte für Venues, Catering, Aktivitäten und Transport. Dies führt zu intransparenten Preisen, langwierigen Angebotsprozessen und dezentralisierten Abläufen.
Die Plattform kombiniert Software mit operationaler Unterstützung, um diesen Prozess zu zentralisieren und zu vereinfachen. Nutzer erhalten sofortige Angebote für Veranstaltungsorte, Verpflegung, Aktivitäten und Transportlogistik – alles aus einer Hand. Die transparente Preisgestaltung und der zentrale Überblick ermöglichen es Unternehmenskunden, Zeit zu sparen, Kosten zu kontrollieren und die Event-Qualität zu verbessern.
Ein strategischer Schritt für Naboo ist die kürzliche Expansion in die KI-gestützte Beschaffungsplattform für Enterprise Spending. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass das Unternehmen sein Geschäftsmodell jenseits reiner Event-Verwaltung skalieren möchte und AI-Technologie zur Optimierung von Unternehmensausgaben einsetzt.
Investorenkoalition und Kapitalverwendung
Die Series-B-Runde wird von Lightspeed Venture Partners angeführt, einem der führenden europäischen Venture-Capital-Geber mit umfassender Expertise in SaaS- und Tech-enabled-Service-Unternehmen. Weitere Investoren sind Notion Capital, ISAI und Ternel – eine starke Koalition aus etablierten europäischen und französischen Investoren, die den lokalen und internationalen Ambitionen des Unternehmens Rechnung trägt.
Die genaue Verwendung des Kapitals wurde nicht detailliert kommuniziert, typischerweise fließen Series-B-Mittel jedoch in Produktentwicklung, geografische Expansion, Teamaufbau und Go-to-Market-Aktivitäten. Für Naboo dürfte die Erweiterung der AI-Procurement-Funktionalität sowie die Marktpenetration in europäischen Kernmärkten zentral sein.
Marktkontext und Branchentrends
Der Corporate-Event-Markt zeigt nach der Pandemie eine starke Erholung und wächst kontinuierlich. Gleichzeitig haben digitale Lösungen für Eventmanagement an Bedeutung gewonnen – Unternehmen suchen vermehrt nach integrierten Plattformen, um ihre Event-Ausgaben zu kontrollieren und Prozesse zu digitalisieren. Naboos Fokus auf B2B-SaaS mit operationaler Unterstützung positioniert das Unternehmen gut in diesem Trend.
Die Erweiterung um KI-basierte Enterprise-Procurement ist besonders relevant: Viele große Unternehmen kämpfen mit fragmentierten Beschaffungsprozessen und suchen nach Automatisierungslösungen. Naboo nutzt seinen Event-Einstiegspunkt, um in diesem größeren Markt Fuß zu fassen.
Naboo ist mit 64,4 Mio. € Gesamtfinanzierung gut kapitalisiert und gehört zu den gut finanzierten Event-Tech-Startups in Europa. Das Unternehmen konkurriert in einem Segment, das von etablierten Playern wie Splash oder Maroochy geprägt ist, unterscheidet sich aber durch seinen gemischten Software- und Serviceansatz.
Nächste Schritte und Ausblick
Naboo hat seinen Sitz in Paris und verfügt nun über insgesamt 64,4 Mio. € eingesammeltes Kapital. Mit dieser Finanzierung kann das Unternehmen seine Marktpräsenz in Europa ausbauen, sein KI-Procurement-Angebot ausrollen und sein Team verstärken. Der nächste Schritt wird sein, die AI-Funktionen zu matchen und neue Kundensegmente in der erweiterten Enterprise-Spending-Kategorie zu erschließen. Die Serie B signalisiert, dass die Investoren an Naboos Vision eines umfassenden digitalen Ökosystems für Corporate Spending glauben.






