allO sammelt 12,9 Mio. € in Series A ein – AI-Betriebssystem für Restaurants
Das Berliner Startup allO hat in seiner Series-A-Runde 12,9 Mio. € eingesammelt. Die Finanzierungsrunde wurde von Zigg Capital angeführt und unterstreicht das wachsende Vertrauen von Investoren in die Zukunft von KI-gesteuerten Lösungen für das Gastgewerbe. Mit bereits über 1.000 aktiven Restaurantstandorten in Deutschland konnte allO zeigen, dass sein Ansatz marktreif ist.
Ein Betriebssystem für die moderne Küche
allO hat sich zum Ziel gesetzt, die fragmentierte Softwarelandschaft von Restaurants zu vereinheitlichen. Statt dass Gastronomen mit einem Flickenteppich aus verschiedenen Systemen hantieren – Kassensystem hier, Reservierungssoftware dort, Lieferdienst-Integration woanders – bietet allO ein integriertes Betriebssystem, das alle kritischen Funktionen unter einem Dach vereint.
Die Plattform verbindet klassische Point-of-Sale-Funktionen (POS), Zahlungsabwicklung, Reservierungssysteme, digitale Bestell-Kioske, Lieferservice-Integration, Webshop-Funktionalität und Back-Office-Prozesse nahtlos miteinander. Der eigentliche Differenzierungsfaktor liegt jedoch in der KI-Integration: Das System verfügt über „digitale Arbeitnehmer", die Routineaufgaben automatisieren und Restaurantbetreibern Zeit und Ressourcen sparen.
Für Restaurants bedeutet das weniger Schnittstellen-Chaos, bessere Datenflüsse zwischen den Abteilungen und – durch die KI-Komponenten – weniger manuelle, zeitraubende Tätigkeiten. In einer Branche, die unter Personalknappheit und schmalen Margen leidet, kann das ein echter Wettbewerbsvorteil sein.
Investoren mit starkem Track Record
Zigg Capital führte die Runde an, ein Investor mit Fokus auf Technologie und Infrastruktur. Unterstützt wird die Finanzierung von einem starken Konsortium, darunter 20VC, Aperture, Wecken & Cie sowie Einzelinvestoren wie Mark Ransford, Ludwig Fuchs und Fabian Siegel. Auch Keen Venture Partners und LifeX Ventures beteiligten sich an der Runde.
Das Kapital von 12,9 Mio. € wird allO primär in die Expansion nutzen – sowohl geografisch als auch hinsichtlich der Produktentwicklung. Mit über 1.000 Restaurants bereits an Bord gibt es erhebliches Potenzial für schnelleres Wachstum in Deutschland und darüber hinaus. Gleichzeitig wird die Finanzierung genutzt, um die KI-Fähigkeiten der Plattform weiter auszubauen und das Team zu vergrößern.
Ein Trend mit Rückenwind
Die Gastronomie-Softwarebranche befindet sich in einem Umbruch. Während lange spezialisierte Best-of-Breed-Lösungen dominierten, setzen moderne Betreiber und Investoren zunehmend auf integrierte Plattformen, die Datensilos aufbrechen und operative Abläufe vereinfachen. Der Trend zu KI-gesteuerten Automatisierungen verstärkt diesen Effekt zusätzlich.
Für Startups wie allO ist das ein ideales Zeitfenster: Die digitale Transformation des Gastgewerbes ist im Gange, und die Bereitschaft, in moderne Infrastruktur zu investieren, ist hoch – nicht zuletzt, weil die Pandemie viele Betreiber zum Umdenken gezwungen hat. Mit 1.000 aktiven Locations und starkem Backing hat allO eine solide Basis, um diesen Trend zu nutzen. Dies ist bislang die einzige bekannte Finanzierungsrunde für das Unternehmen.
Nächste Schritte für das schnell wachsende Startup
allO sitzt in Berlin und wird die 12,9 Mio. € nutzen, um seine Marktposition zu festigen und auszubauen. Das Unternehmen hat die Chance, zum Plattform-Standard in der deutschen Gastronomie zu werden – eine beachtliche Positionierung angesichts der Größe und Fragmentierung des Marktes. Mit der neuen Finanzierung und dem starken Investoren-Backing ist allO gut positioniert, um in den kommenden Jahren sowohl Kundenwachstum als auch Produktinnovation zu beschleunigen.







