MoleSense sammelt 167.000 Euro in Seed-Runde ein – Schweizer Startup entwickelt Wearables für molekulare Gesundheitsüberwachung
Das Schweizer Startup MoleSense hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 167.000 Euro eingesammelt. Die Runde wird von Venture Kick angeführt, die etablierte Schweizer Förderplattform für frühe Startup-Phase. Mit dieser Finanzierung startet das Unternehmen die Entwicklung von tragbaren Sensoren zur kontinuierlichen molekularen Überwachung, die eine proaktive Gesundheitsversorgung ermöglichen sollen.
Innovative Wearables für Schwangerenvorsorge
MoleSense entwickelt Wearable-Technologien, die kontinuierlich Biomarker aus Schweiß messen können. Der initiale Fokus des Unternehmens liegt auf der Schwangerenvorsorge – ein Bereich mit erheblichem medizinischen Bedarf. Das System basiert auf nicht-invasiver Messung von entzündlichen Proteinen und Steroidhormonen, die wichtige Indikatoren für die Gesundheit von Mutter und Kind darstellen.
Das Geschäftsmodell zielt darauf ab, Schwangerschaftskomplikationen früher zu erkennen, als dies mit konventionellen Überwachungsmethoden möglich ist. Durch kontinuierliches Monitoring können potenzielle Risiken proaktiv identifiziert werden, was sowohl für Patientin als auch für medizinisches Fachpersonal erhebliche Vorteile bringt. Die Technologie könnte insbesondere in der Prävention von Komplikationen wie Präeklampsie oder Gestationsdiabetes zum Einsatz kommen.
Neben der Mutterschaftsanwendung hat MoleSense perspektivisch das Potenzial, seine Plattform auf weitere klinische Indikationen zu erweitern. Kontinuierliche molekulare Überwachung könnte in zahlreichen Gesundheitsbereichen – von chronischen Erkrankungen bis zur Sportmedizin – relevant werden.
Erfahrenes Gründerteam mit starkem technologischem Hintergrund
Hinter MoleSense stehen zwei Gründer mit ausgezeichnetem akademischem Profil: Gian Luca Barbruni und Ata Golparvar, beide PhD-Absolventen der renommierten Eidgenössischen Polytechnischen Hochschule Lausanne (EPFL). Sie bringen tiefgreifende Expertise in Mikro- und Nanotechnik sowie Wearable-Technologien mit sich.
Venture Kick, der Lead-Investor, ist eine etablierte Schweizer Initiative zur Unterstützung von Startups in der frühen Phase. Die Förderorganisation, die vom Schweizerischen Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) unterstützt wird, konzentriert sich auf technologiegetriebene Gründungen mit hohem Innovationspotenzial. Mit Venture Kick als Investor signalisiert MoleSense bereits in dieser frühen Phase das Vertrauen etablierter Schweizer Förderstrukturen in das Geschäftskonzept.
Die eingesammelten 167.000 Euro sollen primär in die Produktentwicklung und Validierung des Wearable-Konzepts fließen. In dieser Phase geht es typischerweise um die Verfeinerung der Sensortechnologie, die Durchführung von Proof-of-Concept-Studien und die Vorbereitung regulatorischer Pfade.
Wachsendes Interesse an Wearable-Health-Technologien
MoleSense positioniert sich in einem dynamischen Marktumfeld. Das Interesse an tragbaren Gesundheitstechnologien und kontinuierlichem Monitoring wächst weltweit – angetrieben durch fortschreitende Miniaturisierung, verbesserte Sensorik und steigendes Bewusstsein für präventive Gesundheitsversorgung. Die Kombination aus Wearable-Technologie und Biomarker-Messung adressiert einen Bereich, der bislang unterversorgt ist.
Die Schweiz hat sich als wichtiger Hub für medizintechnische Innovationen etabliert. Besonders die Kombination aus akademischer Exzellenz – wie der EPFL – und etablierten Förderstrukturen schafft günstige Bedingungen für solche DeepTech-Gründungen.
Nächste Schritte und Wachstumspläne
MoleSense hat mit dieser Seed-Finanzierung die Grundlagen für die nächste Entwicklungsphase geschaffen. Das Unternehmen wird seinen Hauptsitz in der Schweiz beibehalten und die Technologie-Entwicklung vorantreiben. Mit insgesamt 167.000 Euro in der Kasse wird MoleSense an der Validierung seiner Technologie arbeiten und die Basis für zukünftige Finanzierungsrunden legen. Der nächste Meilenstein dürfte eine Serie-A-Runde sein, um die klinische Validierung und behördliche Zulassung voranzutreiben.











