Funding Rounds
Seed01. Dezember 2025·Germany·Deeptech & Hardware
Marble Imaging

Marble Imaging

Funding Volumen
5,7 Mio. €
Runde
Seed
Standort
Germany
Datum
01. Dezember 2025
Investoren
8
Branche
Deeptech & Hardware
Space Tech

Marble Imaging sammelt 5,7 Millionen Euro für Satellitenkonstellationen ein

Das Bremer Unternehmen Marble Imaging hat eine Seed-Finanzierungsrunde über 5,7 Mio. € abgeschlossen. Der High-Tech Gründerfonds führte die Runde an, die ein starkes europäisches Investoren-Konsortium widerspiegelt. Mit dieser Finanzierung will das 2023 gegründete Unternehmen seine Satellitenkonstellationen entwickeln und den Markteintritt in den Bereichen Erdbeobachtung, Katastrophenschutz und Infrastrukturüberwachung vorantreiben.

Hochauflösende Erdbeobachtung aus dem All

Marble Imaging entwickelt multispektrale Satelliten und KI-gestützte Analyseverfahren zur Erfassung hochauflösender Erdbeobachtungsdaten. Das Geschäftsmodell basiert auf der Bereitstellung von globalen Satellitenbildern und intelligenten Analysen für spezialisierte Märkte: Verteidigungsbehörden benötigen präzise Geheimdienstdaten und Objekterkennung, Klimaforscher nutzen die Daten zur Umweltüberwachung, Katastrophenschutzorganisationen profitieren von schnellen Einsatzinformationen, und Infrastrukturprojekte brauchen detaillierte Terrain- und Geländeanalysen.

Das Besondere an Marble Imaging ist der Ansatz, eine eigene Satellitenkonstellationen aufzubauen statt auf bestehende Dienste zu setzen. Das Unternehmen plant den Aufbau von bis zu 20 Satelliten bis 2028, was nahezu stündliche Abdeckungen globaler Regionen ermöglicht – ein entscheidender Vorteil gegenüber bestehenden Anbietern, deren Wiederholungsraten deutlich länger sind. Neben der reinen Bilderfassung entwickelt Marble Imaging proprietäre KI-Modelle für Echtzeit-Analysen: automatische Objekterkennung für Geheimdienste, Veränderungserkennung für Klimamonitoring und maritime Überwachung für Küstenschutz.

Starkes Konsortium für den Markteintritt

Der High-Tech Gründerfonds, einer der führenden deutschen Seed-Investoren, übernahm die Leitung der Runde. Dem Konsortium gehören neben dem HTG Fonds die Oslo Venture Company (Skandinavien), Lightfield Equity, Sentris Capital und SpaceFounders an – letztere ein auf Raumfahrttechnologie spezialisiertes Netzwerk. Darüber hinaus investierten der Auxxo Female Catalyst Fund, regionale Bremer Akteure wie die nwk | nwu Beteiligungsgesellschaften der Sparkasse Bremen und die BAB Beteiligungs- und Managementgesellschaft. Diese breite Zusammensetzung zeigt Interesse sowohl von Risikokapital-Profis als auch von regionalen und themenspezialisierten Investoren.

Das frische Kapital wird primär in die Entwicklung der ersten Satelliten und die Erweiterung des Teams investiert. Marble Imaging benötigt Ingenieure für Raumfahrttechnik, Softwareentwickler für die KI-Analyse-Pipeline und Geschäftsentwickler für den Vertrieb an Behörden und Unternehmenskunden. Parallel dazu werden die Gründungsinfrastruktur und regulatorische Zertifizierungen vorangetrieben.

Wachsendes Segment mit geopolitischen Relevanz

Der europäische Erdbeobachtungsmarkt wächst dynamisch – getrieben durch den Klimawandel, gestiegene Nachfrage nach Cybersicherheit und staatliche Investitionen in technologische Souveränität. Die EU fördert eigenständige Raumfahrtkapazitäten über das Copernicus-Programm und andere Initiativen, was europäischen Anbietern wie Marble Imaging Vorteile verschafft. Im Vergleich zu etablierten Anbietern wie Maxar Technologies oder Planet Labs positioniert sich Marble Imaging als europäische Alternative mit höherer zeitlicher Auflösung und lockereren Exportbestimmungen für die EU.

Das ist die erste externe Finanzierung von Marble Imaging, gegründet von einem Gründerteam mit Erfahrung in Luftfahrt und Satellitenentwicklung. Die Seed-Runde entspricht der typischen Größenordnung für europäische Raumfahrt-Startups in der Früh-phase.

Satellitenstart im Fokus

Marble Imaging sitzt in Bremen, einer Stadt mit Luft- und Raumfahrttradition. Mit 5,7 Mio. € eingesammeltem Kapital plant das Unternehmen die Entwicklung und den Start der ersten Satelliten in den nächsten 18 bis 24 Monaten. Der Pfad zum operativen Geschäftsbetrieb ist klar: Validierung der Satellitenleistung, erste Kundenakquisition bei Behörden, Skalierung der KI-Analysen. Eine Series-A-Runde für die Konstellationserweiterung wird vermutlich in 2025 oder 2026 folgen.

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