Kashimi schließt Pre-Seed-Runde über 1,3 Millionen Euro ab
Das litauische Fintech-Unternehmen Kashimi hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 1,3 Mio. € abgeschlossen. Die Runde wurde von Coinvest Capital angeführt, mit Beteiligung von Impellent Ventures, Plug and Play Tech Center sowie internationalen Business Angels. Das Kapital soll das Startup beim Ausbau seiner Open-Banking-Plattform und der Markterschließung unterstützen.
Kashimi bietet offene Banking-Infrastruktur für A2A-Zahlungen
Kashimi hat sich auf die Entwicklung von Open-Banking-Infrastruktur spezialisiert und stellt Finanzinstitutionen eine einheitliche API zur Verfügung. Das Kernprodukt des Unternehmens ermöglicht Account-to-Account (A2A) Zahlungen – eine Zahlungsmethode, die Geld direkt zwischen Bankkonten transferiert, ohne dass Kartendaten oder Intermediäre notwendig sind. Durch die Plattform können Finanzinstitute und Zahlungsdienstleister Zugriff auf Hunderte von Banken erhalten und nutzen dabei eine einzige, vereinheitlichte Schnittstelle.
Das Geschäftsmodell von Kashimi adressiert ein zentrales Problem des modernen Zahlungsverkehrs: Die fragmentierte Banklandschaft macht es für Fintechs und etablierte Finanzunternehmen aufwändig und kostspielig, mit vielen verschiedenen Banken zu integrieren. Jede Institution erfordert normalerweise separate technische Integrationen und Genehmigungsprozesse. Kashimi vereinfacht diesen Prozess erheblich und ermöglicht es seinen Kunden, schneller und kosteneffizienter in den Markt zu gehen. Die Plattform bietet dabei Echtzeitverfügbarkeit und verfügt über integrierte regulatorische Compliance-Funktionen, die Transaktionen sichern und gesetzliche Anforderungen automatisch einhalten.
Starke Investorengruppe unterstützt das Wachstum
Coinvest Capital, der Lead-Investor der Runde, ist ein auf Fintech spezialisierter Venture-Capital-Fond, der sich auf innovative Zahlungs- und Banking-Lösungen konzentriert. Mit dabei ist auch das US-amerikanische Unternehmen Impellent Ventures, das ebenfalls im Fintech-Sektor aktiv ist. Plug and Play Tech Center, eine der weltweit größten Startup-Plattformen mit Präsenz in über 30 Ländern, rundet die Investorengruppe ab und bringt neben Kapital auch Zugang zu einem globalen Netzwerk von Partnern und Kunden mit.
Die eingesammelten 1,3 Mio. € sollen primär in die Produktentwicklung sowie die geografische Expansion fließen. Kashimi wird das Kapital nutzen, um seine API-Plattform weiterzuentwickeln, zusätzliche Bankintegrationen zu realisieren und die Marktpräsenz in Europa auszubauen. Darüber hinaus plant das Unternehmen, sein Team zu verstärken und weitere Märkte zu erschließen.
Open Banking und A2A-Zahlungen im Aufwind
Die Pre-Seed-Runde für Kashimi fällt in eine Phase, in der Open-Banking-Lösungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. A2A-Zahlungen gelten als eine der vielversprechendsten Entwicklungen im europäischen Zahlungsverkehr und könnten mittelfristig Kartenzahlungen in vielen Bereichen ersetzen. Regulatorische Initiativen wie die Revised Payment Services Directive (PSD2) in der EU fördern diese Entwicklung aktiv, indem sie offene Schnittstellen zwischen Banken und Drittanbietern verpflichtend machen.
Kashimi befindet sich damit in einem dynamischen Markt, der von etablierten Unternehmen wie Wise, Stripe und PayPal bereits erkannt wurde. Das Unternehmen profitiert von der Nachfrage nach dezentralisierten, kosteneffizienten Zahlungslösungen, die insbesondere im B2B-Segment und für grenzüberschreitende Transaktionen an Attraktivität gewinnen. Die Pre-Seed-Finanzierung markiert den Beginn einer größeren Wachstumsphase für das Startup.
Kashimi expandiert von Litauen aus in europäische Märkte
Das in Litauen ansässige Unternehmen hat mit dieser Pre-Seed-Runde insgesamt 1,3 Mio. € eingesammelt und kann nun den nächsten Expansionsschritt angehen. Das Land hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Fintech-Hub entwickelt, mit einer regulatorisch förderlichen Umgebung und wachsender Tech-Expertise. Kashimi plant, sein Angebot in den kommenden Monaten auf weitere europäische Märkte auszurollen und dabei seine Bankpartnerschaften systematisch auszubauen. Mit der Unterstützung durch erfahrene Investoren aus dem Fintech-Sektor hat das Unternehmen beste Voraussetzungen, um sich als zentrale Infrastruktur-Plattform für A2A-Zahlungen zu etablieren.







