Funding Rounds
Pre-Seed13. November 2025·Switzerland·Industrials & Manufacturing
Forgis

Forgis

Funding Volumen
4,1 Mio. €
Runde
Pre-Seed
Standort
Switzerland
Datum
13. November 2025
Investoren
2
Branche
Industrials & Manufacturing
Robotics / Automation

Forgis sichert sich 4,1 Millionen Euro für intelligente Fabrikautomation

Das Schweizer Startup Forgis hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 4,1 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde wurde von der Schweizer Venture-Capital-Gesellschaft Redalpine angeführt und erhielt prominente Unterstützung durch Massimo Banzi, den Co-Gründer von Arduino. Das frische Kapital soll Forgis dabei helfen, seine Plattform zur Intelligentisierung von Produktionsanlagen weiter zu entwickeln und am Markt zu etablieren.

Intelligente Vernetzung für die Fertigung

Forgis hat sich zum Ziel gesetzt, die Automatisierung von Produktionsanlagen fundamental zu verändern. Das Unternehmen entwickelt eine AI- und softwaregestützte Lösung, die als intelligente Zwischenschicht für Fabriken fungiert. Das Kernprodukt von Forgis ist eine Edge-Software, die Industriemaschinen, speicherprogrammierbare Steuerungen (PLCs) und Roboter verschiedener Hersteller miteinander verbindet und in ein einheitliches System integriert.

Das Problem, das Forgis adressiert, ist ein klassisches in der Fertigungsindustrie: Produktionsanlagen sind typischerweise von verschiedenen Anbietern und nutzen proprietäre Systeme, die nicht miteinander kommunizieren. Dies führt zu Silos, ineffizienten Prozessen und mangelnder Flexibilität bei der Anpassung an neue Anforderungen. Forgis überwindet diese Fragmentierung durch seine Plattform, die es ermöglicht, Maschinen unterschiedlicher Marken nahtlos zu verbinden und ihre Produktionslogik zentral zu steuern.

Besonders innovativ ist der Ansatz, wonach die Software die Produktionsanlagen nicht nur vernetzt, sondern sie durch künstliche Intelligenz autonomer, kollaborativer und intelligenter macht. Das System kann sich an sich ändernde Produktionsbedingungen anpassen und die Fertigungslogik eigenständig optimieren – ein Ansatz, der erhebliche Effizienzsteigerungen und eine höhere Flexibilität verspricht.

Redalpine führt Investitionsrunde an

Redalpine, eine etablierte Schweizer Venture-Capital-Firma mit Fokus auf Deep-Tech und industrielle Innovation, übernahm die Führung der Pre-Seed-Runde. Das Unternehmen hat sich einen Namen gemacht durch Investitionen in zukunftsorientierte Technologien, die traditionelle Industrien transformieren. Die Wahl von Redalpine als Lead-Investor unterstreicht die Relevanz von Forgis im Kontext der Industrie 4.0 und digitalen Transformation von Fertigungsbetrieben.

Besonders bemerkenswert ist die Beteiligung von Massimo Banzi, dem Co-Gründer der Arduino-Plattform. Banzi bringt nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch umfassende Erfahrung im Bereich offener Hardware-Plattformen und der Verbindung von Software mit physischen Systemen mit sich. Seine Unterstützung signalisiert Vertrauen in Forgis' Vision und könnte dem Startup auch bei der Netzwerkentwicklung und strategischen Partnerschaften von Nutzen sein.

Das Kapital aus dieser Finanzierungsrunde wird primär in die Weiterentwicklung der Softwareplattform, den Aufbau eines Vertriebsteams und die Expansion in neue Märkte fließen. Für ein Pre-Seed-Unternehmen ist ein solcher Finanzierungsumfang ein starkes Signal für das Marktvertrauen in die Lösung.

Timing optimal für industrielle Digitalisierung

Forgis tritt in einem Markt an, der unter erheblichem Digitalisierungsdruck steht. Die Fertigungsindustrie weltweit investiert massiv in die Automatisierung und Vernetzung ihrer Anlagen – getrieben durch Fachkräftemangel, steigende Effizienzanforderungen und die Notwendigkeit, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren. Die Lösung von Forgis adressiert dabei einen Schmerzpunkt, der Unternehmen aller Größen betrifft.

Der Schweizer Standort ist für ein solches Unternehmen vorteilhaft: Die Schweiz verfügt über eine starke Industrie und ein etabliertes Ökosystem für Deep-Tech-Startups. Zudem gibt es in der Region eine hohe Konzentration von Unternehmen mit komplexen Produktionsanlagen, die als ideale Early Customers dienen können.

Mit insgesamt 4,1 Millionen Euro in der Kasse verfügt Forgis über ausreichend Ressourcen, um die nächsten kritischen Entwicklungsschritte zu gehen. Das Unternehmen wird diese Phase nutzen müssen, um Produktmarkt-Fit zu demonstrieren und erste bedeutende Kundenreferenzen in der Fertigungsindustrie zu etablieren. Der Weg zu Series-A-Finanzierungen führt über nachweisbare Traktionen – und genau dort dürfte Forgis seine Energie fokussieren.

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