Flatpay sammelt 154,7 Mio. € in Growth-Runde ein
Das dänische Fintech-Unternehmen Flatpay hat eine Growth-Runde in Höhe von 154,7 Mio. € abgeschlossen. Diese substanzielle Finanzierungsrunde unterstreicht das starke Interesse institutioneller Investoren an transparenten Payment-Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Europa. Die Runde positioniert Flatpay als einen der führenden Anbieter im Segment der Zahlungsabwicklung mit Pauschalgebührenmodellen.
Das Geschäftsmodell von Flatpay
Flatpay hat sich auf ein klares Versprechen konzentriert: Zahlungsabwicklung ohne versteckte Gebühren. Das Unternehmen bietet europäischen KMU eine integrierte Lösung bestehend aus Zahlungsterminals, Online-Payment-Funktionalität und POS-Software aus einer Hand. Das Kernprodukt basiert auf einem transparenten Gebührenmodell, bei dem Händler vorab wissen, was ihre Zahlungsabwicklung kostet – ein deutlicher Unterschied zu vielen traditionellen Payment-Providern, die mit komplexen Gebührenstrukturen arbeiten.
Die Lösung richtet sich primär an kleine und mittlere Geschäfte, die bisher oft zwischen teuren etablierten Anbietern und undurchsichtigen Gebührenmodellen wählen mussten. Flatpay kombiniert dabei moderne Technologie mit praktischem Support: Das Unternehmen bietet tägliche Auszahlungen an Händler und einen 24/7-Kundenservice. Diese Kombination aus Transparenz, technologischer Modernität und zuverlässigem Support adressiert zentrale Schmerzpunkte im europäischen KMU-Payment-Markt.
Das Geschäftsmodell funktioniert nach dem SaaS-Prinzip mit wiederkehrenden Umsätzen, kombiniert mit Transaktionsgebühren. Dies schafft ein skalierbares und kalkulierbares Geschäftsmodell, das Investoren zunehmend bevorzugen.
Die Investitionsrunde und ihre Akteure
Die Growth-Runde wurde von AVP angeführt, mit Beteiligung von Smash Capital und Dawn Capital. Trotz der Nennung aller drei Namen als Investoren ist unklar, in welchen Rollen diese tätig wurden. AVP bringt als Lead-Investor erfahrung in europäischen Fintech-Investitionen mit, während Smash Capital und Dawn Capital als spezialisierte Venture-Kapitalgeber bekannt sind.
Mit dem eingesammelten Kapital plant Flatpay typischerweise eine Expansion in neue europäische Märkte, den Aufbau des Teams im Vertrieb und Engineering sowie die Weiterentwicklung seiner Produktpalette. Die Größe der Runde deutet darauf hin, dass das Unternehmen aggressive Wachstumspläne verfolgt.
Marktkontext und Brancheneintwicklung
Die Payment-Processing-Branche in Europa durchlebt einen tiefgreifenden Transformationsprozess. Traditionelle Anbieter mit komplexen Gebührenmodellen verlieren Marktanteile an transparente, tech-getriebene Challenger. Die europäische Regulierung – insbesondere die PSD2-Richtlinie – hat zudem neue Chancen für innovative Payment-Anbieter geschaffen, indem sie den Markt geöffnet hat.
Das Interesse an Lösungen mit vereinfachten Gebührenmodellen wächst kontinuierlich. KMU suchen nach Partnern, bei denen sie ihre Zahlungsabwicklungskosten präzise kalkulieren können – ein Trend, von dem Unternehmen wie Flatpay profitieren. Die Runde in dieser Höhe ist damit ein Signal für den Markt, dass Investoren in diesen Segment erhebliches Wachstumspotenzial sehen.
Mit insgesamt 154,7 Mio. € eingesammeltem Kapital gehört Flatpay zu den besser finanzierten europäischen Payment-Fintechs im Mittelstand-Segment.
Ausblick und Wachstumsstrategie
Flatpay ist in Dänemark ansässig und hat bislang insgesamt 154,7 Mio. € eingesammelt. Das Unternehmen dürfte die Finanzierung nun nutzen, um sein Präsenz in Kernmärkten wie Skandinavien, Benelux, Deutschland und Südeuropa zu intensivieren. Die nächsten Schritte werden wahrscheinlich darin bestehen, Marktanteile von etablierten Providern zu gewinnen und das Produktangebot durch zusätzliche Services – etwa Finanzierungslösungen für Händler – zu erweitern. Mit dieser Runde hat sich Flatpay die Mittel gesichert, um eine bedeutende Rolle im europäischen Payment-Markt zu spielen.







