ClotProtect sichert sich 1,4 Millionen Euro für Entwicklung von Anti-Fibrinolytika
Das britische Medtech-Unternehmen ClotProtect hat in einer Seed-Runde 1,4 Mio. € eingesammelt. Die Finanzierung wird von Lifted Ventures angeführt und unterstreicht das wachsende Interesse von Investoren an innovativen Lösungen im Bereich der Blutgerinnungsstörungen und Patientensicherheit.
Innovativer Ansatz gegen Blutgerinnsel
ClotProtect konzentriert sich auf die Entwicklung neuartiger therapeutischer Lösungen zur Verbesserung der Patientensicherheit und zur Verringerung der Risiken, die mit Blutgerinnseln verbunden sind. Das Unternehmen verfolgt dabei einen Pionieransatz und hat eine First-in-Class-Anti-Fibrinolytikum entwickelt, die eine völlig neue Methode zur Bekämpfung von akuten Blutungen darstellt.
Blutgerinnsel zählen weltweit zu den häufigsten Todesursachen und sind für ernsthafte Komplikationen in verschiedenen medizinischen Kontexten verantwortlich – von postoperativen Blutungen bis hin zu traumatischen Verletzungen. Der Markt für Antikoagulantien und Anti-Fibrinolytika ist groß, wird aber durch eine begrenzte Anzahl von Behandlungsoptionen geprägt. ClotProtect adressiert diese Marktlücke mit einer proprietären Technologie, die bestehende Therapeutika übertreffen soll. Die Lösung zielt darauf ab, akute Blutungsereignisse schneller und effektiver zu kontrollieren und dabei die Sicherheitsprofile traditioneller Therapien zu verbessern.
Das Unternehmen positioniert sich damit an der Schnittstelle zwischen Akutmedizin und Präventionsheilkunde, wodurch es potenzielle Anwendungen in Kliniken, Notaufnahmen und im Rettungswesen eröffnet.
Investorenbündnis mit fokussiertem Mandate
Die Finanzierungsrunde wird von Lifted Ventures angeführt, einem Investor mit Schwerpunkt auf Früh-Stage-Unternehmen im Gesundheitswesen. Neben Lifted Ventures beteiligen sich das Lifted Ventures Angel Network sowie Innovate UK an der Runde. Das britische Innovationsförderprogramm Innovate UK – eine Behörde des UK Research and Innovation Councils – unterstreicht damit das Potenzial des Projekts aus nationaler Perspektive und zeigt, dass die Technologie von ClotProtect als strategisch bedeutsam für die britische Innovationslandschaft erachtet wird.
Die eingesammelten 1,4 Mio. € sollen primär in die weitere Entwicklung der Anti-Fibrinolytika-Technologie sowie in klinische Validierungen fließen. Typischerweise werden Seed-Mittel in diesem Stadium der Medtech-Branche für die Optimierung der Formulierung, präklinische Studien und den Aufbau der notwendigen regulatorischen Infrastruktur eingesetzt – Schritte, die erforderlich sind, um die Zulassung durch Behörden wie die EMA oder FDA zu erreichen.
Wachstumstrends in der Hämostase-Therapie
Die Finanzierungsaktivität in der Medtech-Industrie zeigt anhaltende Stärke, insbesondere im Bereich der Hämostase und Gerinnungsmanagement. Blutgerinnsel und damit verbundene kardiovaskuläre Ereignisse stellen ein massives globales Gesundheitsproblem dar, mit jährlichen Milliardenschäden für Gesundheitssysteme. Dies führt zu erheblichem Druck auf die Industrie, bessere und sicherere therapeutische Optionen zu entwickeln.
ClotProtect reiht sich in eine Welle von Investitionen ein, die auf Verbesserungen in der Notfallmedizin und dem perioperativen Blutungsmanagement abzielen. Der Fokus auf First-in-Class-Therapien macht die Gründung besonders interessant, da solche Produktkategorien bei erfolgreicher Markteinführung erhebliches kommerzielles Potenzial bieten.
Nächste Schritte und Skalierungsperspektiven
ClotProtect ist in Großbritannien ansässig und hat mit der abgeschlossenen Seed-Runde insgesamt 1,4 Mio. € eingesammelt. Mit dieser Finanzierungsbasis wird das Unternehmen die klinische Validierung seiner Anti-Fibrinolytika vorantreiben und parallel die regulatorische Strategie konkretisieren. In den kommenden 18 bis 24 Monaten dürften Proof-of-Concept-Studien und erste humanmedizinische Daten zentral für die nächste Finanzierungsrunde sein. Bei erfolgreichem Abschluss dieser Phase könnte eine Series-A-Runde zur Vorbereitung von Phase-II-Studien und geografischer Expansion folgen.





