Cerca Magnetics sammelt 4,6 Millionen Euro für tragbare Gehirnscanner ein
Das britische MedTech-Startup Cerca Magnetics hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 4,6 Mio. € eingesammelt. Die Runde wird von Guinness Ventures angeführt und stellt einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen dar, das an einer Revolution in der neurologischen Diagnostik arbeitet. Die Finanzierung unterstreicht das wachsende Interesse von Investoren an innovativen Technologien im Bereich der medizinischen Bildgebung.
Tragbare Quantensensoren für die Hirnforschung
Cerca Magnetics entwickelt tragbare Gehirnscanner, die auf Quantensensortechnologie basieren – konkret auf optisch gepumpten Magnetometern. Das System ermöglicht es, neurale Aktivität mit hoher Präzision zu messen und nutzt dabei die Magnetoenzephalographie-Technologie (MEG). Der entscheidende Unterschied zu bestehenden Lösungen liegt in der Mobilität: Patienten können während der Scans natürliche Bewegungen ausführen, während herkömmliche MEG-Systeme an stationäre Geräte gebunden sind.
Das Kernproblem, das Cerca Magnetics adressiert, ist die mangelnde Praktikabilität bisheriger Hirnbildgebungsverfahren. Traditionelle MEG-Scanner sind groß, teuer und erfordern, dass Patienten stillsitzen oder sich kaum bewegen dürfen – eine erhebliche Einschränkung für klinische Anwendungen und Forschung. Neurologische Erkrankungen wie Epilepsie, Parkinson oder Schlaganfallfolgen erfordern jedoch oft Tests, bei denen natürliche Bewegungen oder alltägliche Aktivitäten beobachtet werden müssen. Die tragbare Lösung von Cerca Magnetics könnte diese Lücke schließen und völlig neue klinische Einsatzszenarien ermöglichen.
Guinness Ventures führt Serie A an
Guinness Ventures, der Lead-Investor der Runde, ist bekannt für sein Fokus auf Deep-Tech- und Science-Unternehmen mit transformativem Potenzial. Die Investition signalisiert starkes Vertrauen in die Technologie und das Team von Cerca Magnetics. Guinness Ventures investiert gezielt in Startups, die grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse kommerzialisieren – genau das Profil, das auf Cerca Magnetics zutrifft.
Mit den 4,6 Mio. € wird das Unternehmen seine Produktentwicklung vorantreiben, die klinische Validierung beschleunigen und sein Team ausbauen. Die Mittel dürften auch für die Vorbereitung von Zulassungsverfahren (etwa CE-Kennzeichnung in Europa oder FDA-Genehmigung) eingesetzt werden, die für medizintechnische Produkte unerlässlich sind. Zudem ist mit dem Kapital wahrscheinlich eine erste kommerzielle Expansion geplant.
Wachsendes Interesse an tragbarer Medizintechnik
Der Markt für tragbare medizinische Geräte und neurologische Bildgebung befindet sich in einem transformativen Stadium. Während traditionelle Bildgebungsverfahren wie fMRI und CT-Scans teuer und unbewegliche Patienten voraussetzen, wächst die Nachfrage nach mobilen, patientenfreundlicheren Alternativen. Quantensensorik ist dabei eine Schlüsseltechnologie der nächsten Generation – sie ermöglicht präzise Messungen bei deutlich reduzierter Größe und Energieverbrauch.
Circa Magnetics positioniert sich damit in einem hochrelevanten Segment der MedTech-Branche. Die Kombination aus Quantenphysik und tragbarer Technologie adressiert ein großes medizinisches Bedürfnis und könnte erhebliche Auswirkungen auf Diagnostik, Therapieplanung und neurologische Forschung haben. Mit 4,6 Mio. € in der Series A gehört die Finanzierungsrunde zur durchschnittlichen bis überdurchschnittlichen Größe für MedTech-Startups in diesem Stadium.
Nächste Schritte und Wachstumsperspektiven
Cerca Magnetics sitzt im Vereinigten Königreich und hat bislang insgesamt 4,6 Mio. € eingesammelt. In den kommenden Monaten wird das Unternehmen die Kommerzialisierung seiner Technologie beschleunigen und erste klinische Validierungsstudien durchführen. Mit einem starken Investor im Rücken und innovativer Technologie hat Cerca Magnetics beste Chancen, zum führenden Anbieter tragbarer Gehirnscanner zu werden – und damit ein bedeutender Akteur in der Zukunft der neurologischen Diagnostik zu sein.








