Funding Rounds
Seed18. Februar 2026·Switzerland·Enterprise Software
Unicity Labs

Unicity Labs

Funding Volumen
2,7 Mio. €
Runde
Seed
Standort
Switzerland
Datum
18. Februar 2026
Investoren
3
Branche
Enterprise Software
AI / Machine Learning

Unicity Labs sammelt 2,5 Mio. € in Seed-Runde ein – Infrastruktur für autonome KI-Agenten

Unicity Labs hat eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2,5 Mio. € abgeschlossen. Das Schweizer Unternehmen entwickelt eine Protokoll-Infrastruktur für ein dezentralisiertes Internet, auf dem künstliche Intelligenz eigenständig agieren kann. Mit dieser Finanzierung positioniert sich Unicity Labs in einem wachsenden Markt an der Schnittstelle von Web3-Technologie und autonomer KI.

Das Unternehmen und seine Vision

Unicity Labs arbeitet an einem fundamental anderen Ansatz für die Kommunikation und Transaktionen zwischen KI-Agenten. Das sogenannte Unicity Protocol ersetzt traditionelle gemeinsame Ledger und zentrale Vermittler durch ein Peer-to-Peer-System basierend auf kryptografischen Objekten. Dies ermöglicht es künstlichen Agenten, miteinander zu kommunizieren, Transaktionen durchzuführen und diese abzuwickeln – ohne dass intermediäre Instanzen erforderlich sind. Die Geschwindigkeit soll dabei auf „Machine Speed" optimiert sein, was für eine Vielzahl von Echtzeit-Anwendungen entscheidend ist.

Das Kernproblem, das Unicity Labs adressiert, ist zentral für die Zukunft dezentralisierter KI-Systeme: Wie können autonome Agenten in großem Maßstab miteinander interagieren, ohne dabei auf zentralisierte Plattformen oder Intermediäre angewiesen zu sein? Bisherige Lösungen basieren häufig auf gemeinsamen Ledgern oder Blockchain-Systemen, die Engpässe bei hoher Last darstellen und komplexe Koordinationsmechanismen erfordern. Der Ansatz von Unicity Labs durch kryptografische Peer-to-Peer-Objekte verspricht eine effizientere, schnellere und weniger abhängige Alternative.

Investoren und Mittelverwendung

Die Seed-Runde wurde von Blockchange Ventures angeführt, einem Investor mit Fokus auf Blockchain- und Web3-Technologien. Unterstützt wird die Runde von Tawasal und Outlier Ventures. Das Kapital soll primär in die Protokoll-Entwicklung fließen und die Infrastruktur für das autonome agentengestützte Internet vorantreiben. Neben der technischen Entwicklung wird das Unternehmen das Mittel auch für Teamaufbau und die Etablierung von Developer Relations nutzen, um ein Ökosystem rund um das Protocol zu schaffen.

Die beteiligten Investoren bringen relevante Expertise mit: Blockchange Ventures ist etabliert im Web3-Infrastruktur-Bereich, während Outlier Ventures bekannt für sein Fokus auf Frontier-Technologien wie KI und Blockchain ist. Diese Kombination zeigt, dass die Runde beide Technologiestränge – dezentrale Infrastruktur und künstliche Intelligenz – adressiert.

Marktkontext und Branchentrends

Unicity Labs operiert an einer besonders dynamischen Schnittstelle: Autonome KI-Agenten erhalten zunehmend Aufmerksamkeit als nächste Evolutionsstufe von Anwendungen, während dezentralisierte Infrastruktur und Blockchain-Protokolle einen Reifegrad erreichen, der neue Anwendungsfälle ermöglicht. Bisher dominieren zentrale Plattformen wie OpenAI oder proprietäre Enterprise-Lösungen diesen Raum. Ein offenes, dezentralisiertes Protokoll für KI-Agent-Interaktion könnte eine bedeutsame Verschiebung der Marktmacht bewirken.

Die Konkurrenz in diesem neuen Segment ist noch fragmentiert. Während verschiedene Projekte an Agenten-Frameworks und dezentralisierter KI arbeiten, adressiert Unicity Labs eine spezifische Infrastruktur-Lücke: eine Protokoll-Layer, die speziell für autonome Transaktionen zwischen Agenten optimiert ist. Die Seed-Runde in Höhe von 2,5 Mio. € ist eine typische Größe für Protokoll-Infrastruktur-Startups in diesem Stadium und reflektiert das wachsende Investoreninteresse in diesem Bereich.

Dies ist die erste öffentliche Finanzierungsrunde von Unicity Labs und markiert den Eintritt in eine intensivere Entwicklungsphase.

Ausblick

Unicity Labs sitzt in der Schweiz und hat mit dieser Runde insgesamt 2,5 Mio. € eingesammelt. Das Unternehmen plant, das Protokoll weiterzuentwickeln und Developer-Communities aufzubauen. Die nächsten Schritte dürften Beta-Releases und die Zusammenarbeit mit Early-Adoptern im KI-Agenten-Ökosystem umfassen. Der Erfolg wird davon abhängen, inwieweit sich autonome KI-Agenten als Anwendungsfall durchsetzen und ob dezentralisierte Protokolle die notwendige Performance und Sicherheit bieten können.

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