QFEX sammelt 8,7 Mio. € in Seed-Runde ein
Das britische Fintech-Startup QFEX hat 8,7 Mio. € in einer Seed-Finanzierungsrunde eingesammelt. Die Runde wird von General Catalyst angeführt und positioniert das Unternehmen als innovativer Player im wachsenden Markt für dezentralisierte und direktere Handelszugänge. Mit dieser Finanzierung will QFEX sein Produktangebot ausbauen und international expandieren.
Handelszugang ohne Zwischenhändler
QFEX bietet eine globale Handelsplattform, die Perpetual Futures für traditionelle Vermögenswerte bereitstellt – eine bislang eher im Krypto-Sektor verbreitete Produktkategorie. Das Besondere am Ansatz von QFEX ist der direkte Marktzugang ohne Broker-Vermittlung. Damit adressiert das Startup ein fundamentales Problem des modernen Finanzhandels: Zu viele Intermediäre in der Handelskette führen zu höheren Kosten, längeren Abwicklungszeiten und weniger Transparenz für Trader.
Die Plattform ermöglicht es professionellen und institutionellen Tradern sowie versierten Privatanlegern, Positionen in traditionellen Assetklassen – wie Rohstoffe, Währungen oder Indizes – über Perpetual Futures zu handeln. Dieses Produkt erlaubt es, auf Preisbewegungen zu spekulieren, ohne den Basiswert tatsächlich zu halten. QFEX differenziert sich durch eine moderne, auf Blockchain-Technologie basierende Infrastruktur, die schneller, kosteneffizienter und transparenter arbeitet als klassische Börsen-Infrastrukturen.
Das Geschäftsmodell basiert auf Handelsgebühren und möglichen Premium-Features für professionelle Trader. Mit dem Fokus auf traditionelle Assets positioniert sich QFEX an der Schnittstelle zwischen klassischem Finanzmarkt und modernen, dezentralisierten Finanzstrukturen – ein Segment, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Prominente Investoren mit Fintech-Expertise
Die Seed-Runde unter Führung von General Catalyst zeigt das Vertrauen etablierter Venture-Investoren in QFEX. General Catalyst ist ein renommierter VC-Fonds mit Fokus auf Fintech und B2B-Software und hat bereits in erfolgreiche Startups wie Stripe und Figma investiert. Neben General Catalyst beteiligen sich Y Combinator, Nexus Venture Partners sowie Paul Graham an der Runde.
Y Combinator, das weltweit führende Accelerator-Programm, bestätigt damit QFEX als eines seiner Portfoliounternehmen und bietet neben Kapital auch Zugang zu einem globalen Netzwerk von Gründern und Unternehmern. Nexus Venture Partners bringt Deep-Tech- und Fintech-Expertise mit. Paul Graham, Mitgründer von Y Combinator und Lisp-Pionier der frühen Internetzeit, unterstreicht mit seiner Beteiligung das technologische Potenzial des Ansatzes.
Das eingesammelte Kapital soll primär für die Produktentwicklung, die Erweiterung des Angebots an handelbaren Assets und den Aufbau des Teams verwendet werden. Zusätzlich plant QFEX, die Expansion in neue geografische Märkte voranzutreiben und regulatorische Zulassungen zu sichern.
Markttrends spielen QFEX in die Hände
Der Markt für Alternative Trading-Modelle wächst rapide. Während traditionelle Börsen und Broker an Vertrauen verlieren – besonders nach Skandalen wie beim Gamestop-Squeeze oder bei FTX – suchen Trader nach transparenteren und kostengünstigeren Alternativen. Gleichzeitig nähern sich traditionelle Finanzmärkte und dezentralisierte Finanzplattformen immer stärker an.
QFEX tritt in ein Marktumfeld ein, in dem Startups wie dYdX, Vertex und Synthetix im Krypto-Raum bereits bewiesen haben, dass Perpetual Futures über dezentralisierte Plattformen funktionieren. QFEXs Ansatz, diese Produkte direkt auf traditionelle Assets anzuwenden, ist ein logischer nächster Schritt und könnte sowohl institutionelle als auch Retail-Trader anziehen, die sich nach modernen Handelsstrukturen sehnen.
Dies ist die erste externe Finanzierungsrunde des Unternehmens und zeigt das starke Interesse an dieser Nischenkategorie.
Nächste Schritte für QFEX
QFEX sitzt in Großbritannien und hat mit dieser Seed-Runde insgesamt 8,7 Mio. € eingesammelt. Das Startup arbeitet daran, seine Plattform in den kommenden Monaten zu erweitern und erste regulatorische Genehmigungen zu sichern. Mit der starken Unterstützung durch namhafte Investoren und einer wachsenden Nachfrage nach dezentralisierten Handelsinfrastrukturen könnte QFEX zum Katalysator für eine neue Generation von Finanzmarktplattformen werden.








