Funding Rounds
Series A20. April 2026·Switzerland·Climate & Energy
Planetary

Planetary

Funding Volumen
24,9 Mio. €
Runde
Series A
Standort
Switzerland
Datum
20. April 2026
Investoren
8
Branche
Climate & Energy
Agritech / FoodTech

Planetary sichert sich 24,9 Millionen Euro für Fermentations-Plattform

Das Schweizer Biotechnologie-Unternehmen Planetary hat in einer Series-A-Runde 24,9 Mio. € eingesammelt. Die Finanzierungsrunde wird von Radikal Capital angeführt und unterstreicht das wachsende Investor-Interesse an skalierbarer Biofertigung als Schlüsseltechnologie für die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln und Materialien.

Fermentation als Produktionsplattform

Planetary hat sich zum Ziel gesetzt, Biofertigung aus dem Labor in die industrielle Produktion zu bringen. Das Unternehmen entwickelt eine Full-Stack-Plattform für Fermentationsprozesse und betreibt gleichzeitig ein globales Netzwerk von Produktionsstätten. Im Fokus steht die Herstellung von Mykoprotein – einer fleischalternativen Proteinquelle auf Pilzbasis – sowie weiteren fermentationsgestützten Lebensmitteln und biobasierten Materialien.

Das Geschäftsmodell unterscheidet sich von klassischen Biotech-Unternehmen dadurch, dass Planetary nicht nur Technologie entwickelt, sondern als vertikale Manufaktur selbst als Produzent auftritt. Damit adressiert das Unternehmen ein zentrales Skalierungsproblem der Branche: Während Fermentationstechnologien in der Forschung vielversprechend sind, scheitert die kommerzielle Umskalierung oft an fehlender Infrastruktur und Expertisen. Planetary vereint beides unter einem Dach und fungiert gleichzeitig als Contract Manufacturer für Kunden, die bio-basierte Zutaten und Materialien benötigen.

Mykoprotein als Kernprodukt hat dabei erhebliches Marktpotenzial. Die proteinreiche Substanz entsteht durch Fermentation von Pilzen und benötigt deutlich weniger Ressourcen als konventionelle Proteinquellen. Sie eignet sich sowohl als Zutat in Fleischalternativen als auch in anderen Lebensmittelprodukten und adressiert die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Proteinen im Foodtech-Sektor.

Starkes Investor-Konsortium

Neben dem Lead-Investor Radikal Capital haben sich sieben weitere Investoren an der Runde beteiligt: Die AgriFoodTech Venture Alliance, arc investors, der Green Generation Fund, XAnge, Astanor Ventures, Oetker Ventures und Royal Cosun. Dieses Konsortium spiegelt die breite Unterstützung für Planetarys Ansatz wider – sowohl aus Sicht von Tech-fokussierten VCs als auch von strategischen Investoren aus der Lebensmittel- und Agrarwirtschaft.

Die Kapitalzuführung soll primär für den Aufbau und die Inbetriebnahme neuer Fermentationsanlagen in Planetarys globalem Netzwerk verwendet werden. Darüber hinaus dient das Kapital dem Ausbau der technologischen Plattform, der Produktentwicklung und dem Teamaufbau in Bereichen wie Bioprocess Engineering und Supply-Chain-Management. Mit der Expansion der Produktionskapazitäten strebt Planetary an, seine Kundenbasis zu vergrößern und die Kosteneffizienz durch Skalierung zu verbessern.

Wachstumsmarkt für Biofertigung

Die Finanzierungsrunde ordnet sich in einen größeren Trend ein: Biomanufacturing und Fermentation werden zunehmend als kritische Technologien für die Transformation von Lebensmittel-, Chemie- und Materialwirtschaft angesehen. Regulatoren und Verbraucher befürworten bio-basierte Alternativen, während konventionelle Rohstoffe knapper und teurer werden.

Planetary konkurriert indirekt mit anderen Playern im Fermentations- und Alt-Protein-Raum. Während viele Unternehmen auf einzelne Produkte fokussieren, positioniert sich Planetary als Infrastruktur-Provider und ermöglicht damit mehreren Kunden gleichzeitig Zugang zu Fermentationskapazitäten. Dieser B2B-Ansatz ähnelt dem Contract-Manufacturing-Modell und reduziert das Risiko von Produktkonzentration.

Nächste Wachstumsphase

Planetary, das in der Schweiz ansässig ist, hat mit dieser Series-A-Runde insgesamt 24,9 Mio. € eingesammelt. Die Mittel ermöglichen das Unternehmen, seine Vision einer dezentralisierten, effizienten Fermentations-Infrastruktur voranzutreiben und sich als Enabler der globalen Bioökonomie zu etablieren. Mit dem starken Backer-Konsortium im Rücken und wachsendem Marktverständnis für nachhaltige Proteine und Materialien verfügt Planetary über gute Ausgangsbedingungen, um in den kommenden Jahren bedeutende Produktionskapazitäten aufzubauen.

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