Funding Rounds
Pre-Seed16. Oktober 2025·Spain·Enterprise Software
Omnia

Omnia

Funding Volumen
3,8 Mio. €
Runde
Pre-Seed
Standort
Spain
Datum
16. Oktober 2025
Investoren
6
Branche
Enterprise Software
AI / Machine Learning

Omnia sammelt 3,8 Mio. € für KI-gesteuerte Brand-Visibility-Plattform ein

Das Madrider Startup Omnia hat in seiner Pre-Seed-Runde 3,8 Mio. € eingesammelt. Die Finanzierungsrunde wird von Visionaries Club angeführt und markiert einen wichtigen Meilenstein für das junge Unternehmen, das sich auf ein wachsendes Problem konzentriert: die zunehmende Unsichtbarkeit von Marken in der Welt der KI-gesteuerten Suchmaschinen und Assistenten.

Das Problem: Marken im KI-Zeitalter verloren

Omnia adressiert einen Problembereich, der für viele Unternehmen zur kritischen Herausforderung wird. Während traditionelle Suchmaschinen wie Google lange Zeit der Dreh- und Angelpunkt für Markenvisibilität waren, verschiebt sich die Nutzerlandschaft rapide. KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude und andere Sprachmodelle werden zunehmend zur ersten Anlaufstelle für Informationsbeschaffung. Das Problem: Marken haben oft keinen Überblick darüber, welche Fragen Nutzer diesen KI-Systemen stellen, welche Quellen die Assistenten zitieren, und vor allem, ob ihre eigenen Inhalte überhaupt in den Antworten berücksichtigt werden.

Hier setzt Omnia an. Die Plattform funktioniert nach einem dreistufigen Ansatz: Erstens identifiziert sie hochnachgefragte Themen, die Nutzer KI-Assistenten stellen. Zweitens benchmarkt sie die Sichtbarkeit einer Marke gegen Konkurrenten im KI-Ökosystem. Drittens offenbart sie transparent, welche Quellen die verschiedenen KI-Engines tatsächlich zitieren und nutzen. Dies gibt Marken erstmals echte Einblicke in ihre Präsenz in einer schnell wachsenden digitalen Landschaft.

Intelligente Content-Platzierung durch KI-Agenten

Das Besondere an Omnia ist die Implementierung von embedded KI-Agenten. Diese arbeiten nicht nur daran, Daten zu sammeln und zu analysieren, sondern automatisieren auch die Erstellung und Platzierung von optimiertem Content. Basierend auf den gewonnenen Insights generiert die Plattform gezielt optimierte Inhalte und platziert diese in den relevanten digitalen Quellen – also dort, wo KI-Assistenten sie finden und zitieren werden. Damit schließt Omnia eine Lücke zwischen Dateninsight und direkter Anwendung.

Das Geschäftsmodell richtet sich an mittlere bis große Unternehmen, die ihre Markenpositionierung in der KI-gesteuerten Zukunft sichern möchten. Marketing- und Content-Teams können damit strategisch planen, Agenturen können neue Services anbieten, und Unternehmen insgesamt erhalten messbare Metriken für eine bislang opake Dimension ihrer Markenarbeit.

Eine gut-besetzte Pre-Seed-Runde

Die Finanzierungsrunde wird von Visionaries Club angeführt, einem Venture-Capital-Fonds, der sich auf frühe Phasen spezialisiert. Zu den Co-Investoren gehören Kfund, Baobab Ventures sowie eine Reihe erfahrener Business Angels und Gründer. Unter ihnen befinden sich Carles Reina (Mitgründer von ElevenLabs), Paulo Rodriguez (Vanta-Gründer) und Hugo Arévalo (ThePower), die nicht nur Kapital, sondern auch erhebliche Expertise und Netzwerk mitbringen.

Die Kombination ist bemerkenswert: Reina bringt Erfahrung mit dem Skalieren einer europäischen KI-Company, Rodriguez und Arévalo Kompetenz in Security und dezentraler Infrastruktur. Diese Investorenkonstellation signalisiert, dass Omnia nicht nur als Nischenlösung, sondern als Plattform für ein fundamental verändertes digitales Ökosystem positioniert wird.

Die 3,8 Mio. € werden primär in Produktentwicklung, Teamaufbau und Markterschließung fließen. Omnia muss seine Datenintegration mit bestehenden KI-Plattformen vertiefen, die Qualität seiner Agenten verbessern und in den englischsprachigen Markt expandieren.

Positionierung in wachsendem Markt

Omnia agiert in einem Kontext, in dem Tausende Startups und etablierte Unternehmen am KI-Visibility-Problem arbeiten. Firmen wie Semrush und SEMrush denken über neue Metriken nach, spezialisierte Agenturen entstehen. Dennoch unterscheidet sich Omnia durch seinen automationsgetriebenen Ansatz und den Fokus auf generative Actionability – also nicht nur Insights, sondern direkte Umsetzung.

Dies ist die erste öffentlich bekannte Finanzierungsrunde für Omnia und unterstreicht das wachsende Interesse in der Venture-Community für Lösungen an der Schnittstelle von KI-Assistenten und Markenvisibilität.

Ausblick

Das Madrider Startup Omnia hat damit insgesamt 3,8 Mio. € eingesammelt. In den kommenden Monaten wird es darauf ankommen, ob die Plattform ihre technischen Versprechen skalieren kann und ob Marketing-Teams sie in ihre Workflows integrieren. Der Markt für KI-Visibility-Lösungen wird sich voraussichtlich schnell konsolidieren – Omnia hat mit dieser Finanzierung und dem starken Investorenteam die Mittel für einen aussichtsreichen Start.

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