Magics sammelt 4,3 Mio. € in Series-A-Runde ein
Das belgische Halbleiterunternehmen Magics hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 4,3 Mio. € abgeschlossen. Die Runde wird von SC One angeführt und unterstreicht das wachsende Vertrauen in spezialisierte Halbleiterlösungen für extreme Umgebungen. Mit dieser Finanzierung positioniert sich Magics als Vorreiter in einem Nischensegment mit erheblichem strategischem Potenzial.
Spezialisiert auf Strahlungsresistenz
Magics entwickelt strahlungsgehärtete Halbleiterchips, die in hochgradig strahlenbelasteten Umgebungen zuverlässig funktionieren. Das Unternehmen konzentriert sich auf kritische Anwendungen in der Raumfahrt, Kernenergie und kritischer Infrastruktur – Bereiche, in denen die Ausfallsicherheit von Elektronik existenziell ist. Nach eigenen Angaben ist Magics der einzige kommerzielle Anbieter von Halbleiterlösungen, die Strahlungsniveaus aushalten können, die 1.000-mal höher sind als bei anderen am Markt erhältlichen Geräten.
Die fabless Semiconductor-Strategie von Magics ermöglicht es dem Unternehmen, sich auf Design und Produktentwicklung zu konzentrieren, ohne eigene Fertigungskapazitäten unterhalten zu müssen. Dies reduziert Kapitalanforderungen erheblich und ermöglicht schnellere Innovationszyklen. Das Geschäftsmodell adressiert eine Vielzahl von Marktsegmenten, in denen konventionelle Halbleiter ausfallen würden – ein Problem, das mit der zunehmenden Nutzung von Raumfahrttechnologien und erneuerbaren Energien an Bedeutung gewinnt.
Lead-Investor SC One führt an
Die Series-A-Runde wird von SC One angeführt, der Family-Office der Unternehmerfamilie Schaubroeck & Cipal. Weitere bedeutende Investoren sind die Gemma Frisius Fund, PMV sowie eine Reihe von Follow-on-Investoren aus dem akademischen, industriellen und finanziellen Bereich. Besonders hervorzuheben ist die Beteiligung der KU Leuven Research & Development, die sowohl Magics' technologische Kompetenz unterstreicht als auch künftige Forschungskooperationen signalisiert.
Neben diesen Lead-Investoren participierten das belgische Nuklearforschungszentrum, Invest for Jobs sowie weitere institutionelle Stakeholder. Diese heterogene Investorenstruktur deutet auf eine Strategie hin, Magics im Ökosystem kritischer Infrastruktur und Raumfahrttechnologien zu verankern. Das eingesammelte Kapital soll primär in die Produktentwicklung, die Kommerzialisierung bestehender Technologien sowie den Ausbau des Teams fließen.
Wachstum im Markt für spezialisierte Halbleiter
Der Markt für strahlengehärtete Halbleiter erfährt derzeit erhebliche Aufmerksamkeit. Die Renaissance von Raumfahrtprogrammen – nicht nur durch staatliche Agenturen, sondern zunehmend durch private Unternehmen wie SpaceX – treibt die Nachfrage nach zuverlässigen Komponenten. Gleichzeitig wächst das Interesse an Kernenergie als CO₂-freie Energiequelle neu auf, was Investitionen in robuste elektronische Systeme erforderlich macht.
Magics positioniert sich damit in einem Markt mit hohen Eintrittsbarrieren, was dem Unternehmen erhebliche Wettbewerbsvorteile sichert. Die Kombination aus universitärer Forschung (KU Leuven), privatem Kapital und industriellen Partnerschaften schafft ein ideales Ökosystem für technologische Innovation und kommerzielle Skalierung.
Belgisches Startup in starkem Positionsverhältnis
Mit 4,3 Mio. € Kapitalausstattung verfügt Magics über ausreichende Mittel, um seine Marktposition zu festigen und erste kommerzielle Projekte zu realisieren. Das belgische Startup sitzt damit an der Schnittstelle zwischen akademischer Exzellenz und praktischer Anwendung – ein Vorteil, den spezialisierte Halbleiterunternehmen nicht häufig haben. Mit dieser Series-A-Runde hat Magics den Grundstein für expansives Wachstum in einem strategisch bedeutsamen Markt gelegt.






