Funding Rounds
Series A14. April 2026·UK·Climate & Energy
Clean Food Group

Clean Food Group

Funding Volumen
5,6 Mio. €
Runde
Series A
Standort
UK
Datum
14. April 2026
Investoren
3
Branche
Climate & Energy
Agritech / FoodTech

Clean Food Group sammelt 5,6 Mio. € in Series A ein – Fermentation für nachhaltige Lebensmittelproduktion

Clean Food Group hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 5,6 Mio. € abgeschlossen. Der Clean Growth Fund führt die Runde an, unterstützt durch die Investoren New Agrarian und Döhler Ventures. Die Finanzierung unterstreicht das wachsende Interesse an biotechnologischen Lösungen für eine nachhaltigere Lebensmittelproduktion und zeigt, wie innovativ das Unternehmen seinen Ansatz zur Ressourcenschonung gestaltet.

Nachhaltige Fette und Öle durch Fermentation

Clean Food Group hat sich zum Ziel gesetzt, die globale Lebensmittelproduktion durch mikrobielle Fermentation grundlegend zu transformieren. Das Unternehmen erzeugt essenzielle Öle und Fette – Rohstoffe, die für die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie unverzichtbar sind – mittels fermentativer Verfahren. Das besondere Merkmal: Als Rohstoffe nutzt Clean Food Group Lebensmittelabfälle statt konventioneller landwirtschaftlicher Erzeugung. Dieser Ansatz reduziert nicht nur Abfallmengen, sondern verringert auch den Druck auf begrenzte landwirtschaftliche Flächen.

Das Geschäftsmodell adressiert ein zentrales Problem der modernen Lebensmittelindustrie: Die Produktion von Fetten und Ölen erfordert derzeit enorme Mengen an natürlichen Ressourcen. Palmöl-Monokulturen führen zu Abholzung, während die konventionelle Herstellung von anderen Fetten und Ölen einen großen ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Clean Food Group bietet hier eine Alternative, die gleichzeitig eine zirkuläre Wertschöpfung ermöglicht – Abfallströme werden in hochwertige Rohstoffe umgewandelt. Das Unternehmen positioniert sich damit nicht nur als nachhaltiger Produzent, sondern auch als Partner für Lebensmittelhersteller, die ihre Lieferketten dekarbonisieren möchten.

Strategische Investoren mit klarem Fokus auf Nachhaltigkeit

Der Clean Growth Fund, der die Runde anführt, ist spezialisiert auf Technologieunternehmen, die zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. Mit dieser Lead-Position signalisiert der Fonds sein Vertrauen in die Skalierbarkeit und das Marktpotenzial von Clean Food Groups Technologie. New Agrarian bringt Expertise aus dem Agrar- und Lebensmittelbereich ein, während Döhler Ventures als Investment-Arm des Spezialchemie-Konzerns Döhler eine starke industrielle Perspektive mitbringt.

Das frische Kapital in Höhe von 5,6 Mio. € soll primär für die Expansion der Produktionskapazitäten eingesetzt werden. Dies ist ein entscheidender Schritt für ein Scale-up im Biotech-Sektor, wo die Überführung von Labor-Technologien in industrielle Fermentationsanlagen hohe Investitionen erfordert. Darüber hinaus ist eine Verstärkung des Teams sowie weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten geplant.

Biotech-Fermentation als Megatrend in der Lebensmittelindustrie

Die Finanzierungsrunde von Clean Food Group fügt sich in einen globalen Trend ein: Große Lebensmittelhersteller investieren massiv in Alternativtechnologien, um ihre Lieferketten zukunftsfähig zu machen. Fermentations-basierte Produktion gewinnt dabei an Bedeutung, sowohl für Proteine als auch für Fette, Öle und Aromastoffe. Unternehmen wie Perfect Day (Milchproteine) und Motif FoodWorks (Geschmacksstoffe und Texturen) haben in ähnlichen Technologien erhebliche Mittel eingeworben.

Besonders bemerkenswert ist der Fokus auf Lebensmittelabfälle als Feedstock. Diese Kreislaufwirtschafts-Perspektive ist bei Investoren und Regulatoren hochaktuell, da sie den Produktionsprozess wirtschaftlicher und ökologischer macht. Damit unterscheidet sich Clean Food Group von Konkurrenten, die etwa auf gentechnisch modifizierte Organismen oder teurere Rohstoffe setzen. Insgesamt hat das Unternehmen bislang 5,6 Mio. € eingesammelt.

Wachstum und nächste Meilensteine

Clean Food Group sitzt im Vereinigten Königreich und profitiert von einem Ökosystem mit starker Unterstützung für Climate Tech und Green Innovation. Mit der Series A sollte das Unternehmen nun in die Phase der kommerziellen Skalierung eintreten. Die nächsten Schritte dürften der Aufbau von Pilot-Produktionsanlagen, die Gewinnung von Kundenverträgen bei großen Lebensmittelherstellern und möglicherweise eine geografische Expansion sein. Wenn Clean Food Group diese Meilensteine erfolgreich bewältigt, könnte eine Series-B-Runde in absehbarer Zeit folgen – der Markt für nachhaltige Lebensmittelrohstoffe wächst rasant.

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