Funding Rounds
Series A09. März 2026·Lithuania·Enterprise Software
Saltz

Saltz

Funding Volumen
21,3 Mio. €
Runde
Series A
Standort
Lithuania
Datum
09. März 2026
Investoren
6
Branche
Enterprise Software
SaaS / Productivity

Saltz sammelt 19,9 Millionen Euro für digitale Lebensmittel-Plattform ein

Das litauische Startup Saltz hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 19,9 Mio. € abgeschlossen. Die Runde wird von der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) angeführt und markiert einen bedeutenden Meilenstein für das junge Unternehmen, das die Beschaffungsprozesse in der professionellen Gastronomie digitalisiert.

Die Lösung für ein fragmentiertes Problem

Saltz betreibt einen digitalen Marktplatz, der professionelle Küchen – etwa in Restaurants, Hotels, Krankenhäusern oder Catering-Betrieben – direkt mit verifizierten Lebensmittellieferanten verbindet. Das Unternehmen adressiert ein bekanntes Problem der Branche: Die Beschaffung von Lebensmitteln und Großmengen-Produkten ist fragmentiert, ineffizient und zeitaufwändig. Küchenchefs und Einkäufer müssen traditionell mit mehreren Lieferanten kommunizieren, Preise vergleichen und Bestellungen über verschiedene Kanäle aufgeben – eine mühsame und fehleranfällige Arbeit.

Mit seiner Plattform schafft Saltz eine Konsolidierungslösung, die alle Supplier-Kataloge, Bestellvorgänge, Zahlungsabwicklung und Logistik in eine einzige Benutzeroberfläche integriert. Damit spart die Zielgruppe nicht nur Zeit, sondern erhält auch bessere Transparenz über ihre Ausgaben und Lieferketten. Die Plattform funktioniert als zentrale Anlaufstelle für Großkunden in der Gastronomie und Catering-Industrie – ein Ansatz, der in anderen Branchen wie B2B-Elektrotechnik oder Einzelhandel bereits erfolgreich ist.

Ein europäischer Ansatz mit etablierten Partnern

Die Series-A-Runde wird von der EBRD angeführt, einer multilateralen Entwicklungsbank mit langjähriger Erfahrung in der Förderung von Technologie-Startups in Mittel- und Osteuropa. Neben der EBRD beteiligen sich etablierte Investoren wie Lifeline Ventures, Change Ventures und Inovo an der Finanzierung. Auch Business Angels wie Miki Kuusi und Mantas Mikuckas sind an Bord. Diese Zusammensetzung signalisiert sowohl institutionelles Vertrauen als auch Vertrauen erfahrener europäischer Tech-Investoren.

Mit dem frischen Kapital plant Saltz, seine geografische Expansion zu beschleunigen und seine Position in neuen europäischen Märkten auszubauen. Darüber hinaus wird das Geld in die Produktentwicklung fließen – etwa zur Verbesserung der KI-gestützten Funktionen, der Lageroptimierung und zur Integration von Supply-Chain-Management-Tools. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Aufbau des Sales- und Support-Teams, um professionelle Küchen schneller akquirieren und betreuen zu können.

B2B-Foodtech in einer Wachstumsphase

Der Finanzierungscoop von Saltz passt in einen breiteren Trend: B2B-Lösungen für die Lebensmittelindustrie erhalten in Europa verstärkt Investitionen. Während der Consumer-Foodtech-Markt – etwa Lebensmittel-Lieferdienste – teilweise durch Konsolidierung geprägt ist, boomt das B2B-Segment noch. Plattformen, die Restaurants, Hotels und Großküchen bei Einkauf und Logistik unterstützen, adressieren ein großes TAM (Total Addressable Market) in ganz Europa.

Saltz ist nicht völlig allein im Feld – es gibt Konkurrenten wie Instawork oder Wetter für die Gastronomie-Tech-Branche. Allerdings unterscheidet sich Saltz durch seinen fokussierten Ansatz auf die Beschaffungsseite und sein Geschäftsmodell, das Transaktionsgebühren und Provisionen generiert, wenn Großküchen über die Plattform bestellen.

Starker Start für das litauische Startup

Saltz sitzt in Litauen, einem Standort, der sich in den vergangenen Jahren zu einem Hotspot für Deep-Tech- und B2B-Startups entwickelt hat. Die bisherige Finanzierungshistorie des Unternehmens ist bemerkenswert – mit 19,9 Mio. € eingsammeltem Gesamtkapital befindet sich das Unternehmen in einer soliden Position, um seinen Skalierungsplan umzusetzen. Die Unterstützung durch etablierte Geldgeber wie die EBRD signalisiert zudem, dass das Startup nicht nur Investitionskapital, sondern auch strategische Begleitung bei internationaler Expansion erhält.

In den kommenden Monaten wird Saltz seinen Fokus darauf legen, in bestehenden Märkten Marktanteile zu gewinnen und in neue Länder zu expandieren. Mit der soliden Finanzierung, einem klaren Geschätsmodell und einem fragmentierten Markt, der auf Digitalisierung wartet, hat das Startup beste Chancen, sich als europäischer Marktführer in der B2B-Foodtech zu etablieren.

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