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In Künstliche Intelligenz investieren: Mit Venture Capital in KI Start-ups investieren

In KI investieren: KI-Aktien, KI-ETFs oder Venture Capital? Vergleich der Investitionsmöglichkeiten in künstliche Intelligenz für selbstentscheidende Investoren.

Samuel Gassauer
Samuel Gassauer
5. November 20248 min
In Künstliche Intelligenz investieren: Mit Venture Capital in KI Start-ups investieren

Künstliche Intelligenz hat längst den Sprung von der Science-Fiction-Fantasie in die Realität geschafft und verändert heute grundlegend, wie wir leben, arbeiten und wirtschaften. Von personalisierten Empfehlungen im Alltag bis hin zu hochkomplexen Anwendungen in Medizin und Mobilität – KI durchdringt nahezu alle Branchen. Mit bahnbrechenden Entwicklungen wie ChatGPT und anderen generativen KI-Modellen hat sich die Technologie zu einem der dynamischsten und einflussreichsten Bereiche der Gegenwart entwickelt. Diese rasante Entwicklung eröffnet nicht nur Unternehmen, sondern auch vermögenden Anlegern außergewöhnliche Chancen, von dieser Technologie-Revolution zu profitieren.

Welche Anwendungsfälle dominieren den Markt? Welche Rolle spielt Venture Capital bei der Finanzierung von KI-Start-ups? Welche institutionellen Investoren setzen auf künstliche Intelligenz? Und wie können vermögende selbstentscheidende Investoren am Wachstum der KI-Branche teilhaben? Diese Fragen beleuchten wir im folgenden Artikel.

ChatGPT: Das am schnellsten wachsende Start-up der digitalen Geschichte

ChatGPT hat alle bisherigen Wachstumsrekorde der digitalen Wirtschaft pulverisiert und sich zum am schnellsten adoptieren digitalen Dienst der Geschichte entwickelt. Während andere erfolgreiche Plattformen wie Facebook, Instagram oder Spotify Monate oder sogar Jahre benötigten, um eine kritische Nutzermasse zu erreichen, gelang OpenAI mit ChatGPT dieser Durchbruch in Rekordtempo. Diese außergewöhnliche Adoptionskurve verdeutlicht nicht nur das enorme gesellschaftliche Interesse an KI-gestützter Technologie, sondern auch das beispiellose Potenzial von KI-Produkten, innerhalb kürzester Zeit eine globale Nutzerbasis zu gewinnen.

Für Anleger, die in KI-Start-ups investieren, eröffnet sich hier eine der seltenen Gelegenheiten in Märkten, in denen Produkte mit einer nie dagewesenen Geschwindigkeit skalieren können – ein klares Signal für das transformative Potenzial dieser Branche. Die Geschwindigkeit, mit der KI-Anwendungen akzeptiert werden, übertrifft bei weitem die Adoptionsraten früherer Technologiewellen wie Social Media oder Cloud Computing.

Ein derart explosives Nutzerwachstum eröffnet für Investoren einzigartige Renditechancen. Je schneller ein Unternehmen eine große Nutzerbasis aufbauen kann, desto schneller können sich Umsätze und Unternehmensbewertungen entwickeln – häufig mit einer Dynamik, die klassische Wachstumsbranchen deutlich übertrifft. Investitionen in KI-Start-ups wie ChatGPT sind daher nicht nur zukunftsweisend, sondern bieten oft auch die Möglichkeit, von exponentiellem Wachstum und steigenden Bewertungen zu profitieren. Besonders interessant wird es, wenn es dem Start-up gelingt, seine Technologie effizient zu monetarisieren – dann können frühe Investoren beachtliche Renditen erzielen.

Bei der jüngsten Finanzierungsrunde im Herbst des vergangenen Jahres sammelte OpenAI substanzielle Mittel ein, die das Unternehmen auf eine Bewertung katapultierten, die mit etablierten multinationalen Konzernen vergleichbar ist. Zu den prominenten Investoren gehören führende Venture Capital Fonds wie Sequoia Capital, aber auch Tech-Giganten wie Microsoft sowie institutionelle Investoren. Die Bewertung unterstreicht eindrucksvoll, welches Vertrauen der Markt in die Zukunft künstlicher Intelligenz setzt.

Mehr als nur ChatGPT: Wie institutionelle Investoren in die KI-Start-ups der nächsten Generation investieren

In der dynamischen Welt der künstlichen Intelligenz haben sich längst nicht nur ChatGPT und OpenAI einen Namen gemacht. Zahlreiche weitere KI-Start-ups erzielen beeindruckendes Wachstum und sichern sich substanzielle Finanzierungsrunden – mit maßgeblicher Unterstützung durch Venture Capital. Von spezialisierten Sicherheitslösungen über Infrastruktur für maschinelles Lernen bis hin zu branchenspezifischen KI-Anwendungen: Risikokapitalgeber spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung dieser nächsten Generation von KI-Unternehmen.

Die Bandbreite reicht von generativer KI über Computer Vision bis hin zu Natural Language Processing und autonomen Systemen. Venture Capital Fonds identifizieren vielversprechende Technologien bereits in frühen Entwicklungsphasen und unterstützen diese Start-ups nicht nur mit Kapital, sondern auch mit strategischer Expertise und wertvollen Netzwerken. Zwei herausragende europäische Beispiele verdeutlichen diese Dynamik:

Anthropic 🇺🇸

Gründung: 2021
Standort: San Francisco, USA
Fokus: Sicherheitsorientierte KI-Modelle für vertrauenswürdige Anwendungen
Gesamtfinanzierung: Mehr als eine Milliarde US-Dollar
Wichtige Investoren: Google, Salesforce Ventures, Spark Capital, Andreessen Horowitz

Gegründet von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern, hat sich Anthropic auf die Entwicklung sicherer und ethischer KI-Modelle spezialisiert. Das Unternehmen verfolgt das ambitionierte Ziel, große Sprachmodelle zu entwickeln, die robust gegen Missbrauch sind und verlässliches, sicheres Verhalten zeigen – eine zunehmend wichtige Differenzierung im KI-Markt.

Anthropic sicherte sich in seiner Seed-Phase sowie in mehreren Wachstumsfinanzierungen substanzielle Mittel von führenden Tech-Investoren. Zu den prominentesten Unterstützern gehört Google, das eine strategische Partnerschaft mit dem Unternehmen eingegangen ist, sowie Salesforce Ventures und der einflussreiche VC Andreessen Horowitz. Mit seiner klaren Ausrichtung auf Sicherheitsstandards und ethische KI-Entwicklung hat sich Anthropic als wichtiger Akteur im wachsenden KI-Markt positioniert.

Hugging Face 🇪🇺 🇫🇷

Gründung: 2016
Standort: Paris, Frankreich (europäisches Vorzeige-Start-up)
Fokus: Plattform für maschinelles Lernen und KI-Modell-Sharing
Gesamtfinanzierung: Mehrere hundert Millionen Euro über verschiedene Finanzierungsrunden
Wichtige Investoren: Nvidia, Intel, Salesforce, Sound Ventures, Lux Capital

Hugging Face begann als spezialisierte Plattform für maschinelles Lernen und hat sich zu einem zentralen Hub im Bereich des KI-Modell-Austauschs entwickelt – vergleichbar mit GitHub für Softwareentwickler, nur speziell für KI-Modelle. Die Plattform ermöglicht es Entwicklern weltweit, KI-Modelle zu teilen, zu verbessern und gemeinsam weiterzuentwickeln.

In der Frühphase erhielt das Unternehmen erste Mittel von renommierten Early-Stage-Investoren wie SV Angel und betaworks. In den Folgejahren konnte Hugging Face zunehmend größere Finanzierungsrunden abschließen und seine Plattform kontinuierlich ausbauen. Die jüngste Finanzierungsrunde wurde von Tech-Schwergewichten wie Nvidia und Intel unterstützt – ein eindeutiges Signal für das langfristige Potenzial und die strategische Bedeutung von Hugging Face als Infrastruktur-Anbieter im Bereich der künstlichen Intelligenz.

Die Beteiligung von Chip-Herstellern wie Nvidia unterstreicht dabei die zentrale Rolle, die Hugging Face in der KI-Infrastruktur einnimmt: Die Plattform bildet eine Brücke zwischen Hardware-Anbietern und KI-Entwicklern weltweit.

Europäische Venture Capital Firmen, die in KI investieren

Für institutionelle und vermögende Anleger ist Venture Capital oft der vielversprechendste Zugang, um am Wachstum von KI-Start-ups teilzuhaben. VC-Fonds ermöglichen es, frühzeitig in aufstrebende KI-Unternehmen zu investieren und von deren zukünftigem Erfolgspotenzial zu profitieren, lange bevor diese Unternehmen – falls überhaupt – an die Börse gehen. Da der Markt für künstliche Intelligenz sich noch immer in einer dynamischen Entwicklungsphase befindet, bieten Frühphaseninvestitionen häufig die Möglichkeit, außergewöhnliche Renditen zu erzielen.

Venture Capital Investoren übernehmen dabei eine aktive Rolle in der Unterstützung der Portfolio-Unternehmen, indem sie nicht nur Kapital bereitstellen, sondern auch strategische Beratung, Netzwerkzugang und operative Expertise einbringen. Durch diesen privilegierten Zugang erhalten Anleger die Chance, in eine Technologie zu investieren, die voraussichtlich weiterhin disruptiv und wertschöpfend für zahlreiche Branchen sein wird – von Gesundheitswesen über Finanzdienstleistungen bis hin zu Mobilität und Energie.

In Europa gibt es eine wachsende Anzahl von Venture Capital Firmen, die sich gezielt auf den Bereich der künstlichen Intelligenz spezialisiert haben oder KI als einen ihrer Investitionsschwerpunkte definiert haben. Die europäische VC-Szene hat sich in den vergangenen Jahren deutlich professionalisiert und zieht zunehmend auch international renommierte Co-Investoren an. Einige prominente Beispiele verdeutlichen die Vielfalt:

Senovo: Der in München ansässige VC-Fonds konzentriert sich auf Frühphaseninvestitionen in Softwareunternehmen, darunter zunehmend auch KI-gestützte Lösungen im B2B-Bereich. Der Fonds beteiligt sich unter anderem an Start-ups, die Automatisierung und maschinelles Lernen für Unternehmensanwendungen vorantreiben und dabei häufig auf europäische Märkte fokussiert sind.

Balderton Capital: Dieser in London ansässige Venture Capital Fonds verfolgt eine eher sektorübergreifende Investmentstrategie, hat aber bereits in mehrere vielversprechende KI-Unternehmen investiert. Ein Beispiel ist das Fashion-Tech-Unternehmen Lyst, das künstliche Intelligenz zur Personalisierung von Einkaufserlebnissen nutzt und damit die Schnittstelle zwischen E-Commerce und AI besetzt.

Highland Europe: Highland Europe konzentriert sich auf Wachstumsfinanzierungen für etabliertere Technologieunternehmen in Europa und hat in innovative KI-Start-ups wie Miro investiert. Das Unternehmen bietet eine KI-gestützte Plattform für visuelle Zusammenarbeit, die besonders in Remote-Work-Umgebungen an Bedeutung gewonnen hat.

**AI.FUND**: Der AI.FUND ist ein spezialisierter VC-Fonds, der gezielt in zukunftsträchtige KI-Start-ups aus Europa und Israel investiert. Besonders interessant ist dabei die enge Zusammenarbeit mit der AI.GROUP, einem der führenden KI-Netzwerke in Europa, sowie dem Startup-Accelerator AI.STARTUP.HUB. Durch diese Kooperation kann der AI.FUND seinen Portfolio-Unternehmen nicht nur Kapital, sondern auch umfassende technische und geschäftliche Unterstützung bieten – ein entscheidender Vorteil in der komplexen Welt der künstlichen Intelligenz.

Merantix: Ein weiterer rein auf KI ausgerichteter Venture Capital Fonds ist Merantix aus Berlin. Das Unternehmen fungiert als KI Company Builder und ist im AI Campus in der deutschen Hauptstadt ansässig. Merantix hat kürzlich die Auflage eines substantiellen neuen VC-Fonds bekannt gegeben und damit seine Position als einer der führenden europäischen KI-Investoren gefestigt. Bereits in früheren Jahren hatte das Unternehmen einen bedeutenden Fonds aufgelegt und damit zahlreiche erfolgreiche KI-Start-ups finanziert.

Darüber hinaus haben auch etablierte deutsche VC-Fonds wie 468 Capital, LEA Partners und Cavalry Ventures vereinzelt in vielversprechende KI-Deals investiert. Diese Fonds führten beispielsweise gemeinsam die Seed-Finanzierungsrunde des deutschen KI-Start-ups Aleph Alpha aus Karlsruhe an – ein Unternehmen, das europäische Alternativen zu den dominierenden US-amerikanischen Large Language Models entwickelt.

Die zunehmende Spezialisierung und Professionalisierung europäischer VC-Fonds im KI-Bereich zeigt: Europa positioniert sich zunehmend als ernstzunehmender Standort für künstliche Intelligenz und bietet vermögenden Anlegern vielfältige Möglichkeiten, an dieser Entwicklung zu partizipieren.

Der KI-Boom: Aktuelle Entwicklungen und Marktdynamik

Der November des laufenden Jahres markiert einen bemerkenswerten Moment für Investitionen in künstliche Intelligenz. Die globalen Ausgaben für KI-Technologien erreichen neue Höchststände, und das Tempo der Innovation beschleunigt sich weiter. Besonders große Tech-Konzerne treiben diese Entwicklung voran und investieren in Rekordhöhe in KI-Infrastruktur, Forschung und Entwicklung.

Investitionsvolumen auf Rekordniveau

Die weltweiten Investitionen in künstliche Intelligenz haben ein historisches Niveau erreicht. Für das laufende Jahr wird das Gesamtvolumen auf einen dreistelligen Milliardenbetrag in US-Dollar geschätzt, mit weiteren deutlichen Steigerungen in den kommenden Jahren. Tech-Giganten wie Amazon, Alphabet (Google), Microsoft und Meta führen diese Investitionswelle an und treiben die Entwicklung neuer KI-Anwendungen in atemberaubendem Tempo voran.

Allein für das kommende Jahr werden noch höhere Investitionen erwartet – ein klares Signal dafür, dass führende Unternehmen KI als entscheidenden Wettbewerbsfaktor der Zukunft betrachten. Diese Dynamik spiegelt sich auch in den europäischen Märkten wider, wo zunehmend auch lokale Player mit substantiellen Budgets in die KI-Entwicklung einsteigen.

Deutsche Unternehmen setzen auf KI

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im deutschsprachigen Raum. Deutsche Unternehmen investieren im laufenden Jahr durchschnittlich beträchtliche Summen in KI-Projekte – und diese Beträge sollen in den kommenden Jahren weiter deutlich steigen. Die Erwartungen an den Return on Investment durch KI-Technologien sind dabei außerordentlich hoch: Firmen rechnen damit, dass sich ihre KI-Investitionen innerhalb der nächsten Jahre mehr als verdoppeln werden.

Eine aktuelle Studie zeigt: Eine überwältigende Mehrheit deutscher Unternehmen erwartet, dass sich ihre KI-Investitionen in weniger als drei Jahren amortisieren. Diese Zuversicht unterstreicht das transformative Potenzial der Technologie für die Wirtschaft.

Bewertungen zwischen Euphorie und Vorsicht

Die steigenden Investitionen gehen einher mit stark wachsenden Bewertungen von KI-Unternehmen. Marktbeobachter sehen zunehmend Parallelen zur Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende – eine Zeit, in der die Bewertungen von Internet-Unternehmen in schwindelerregende Höhen kletterten, bevor es zu einer schmerzhaften Korrektur kam.

Tatsächlich wachsen die Bewertungen vieler KI-Unternehmen und KI-fokussierter Tech-Konzerne derzeit mit einer Dynamik, die Warnungen vor einem möglichen Börsencrash lauter werden lässt. Die zentrale Frage lautet: Handelt es sich um eine rationale Einpreisong zukünftiger Cashflows oder bereits um eine spekulative Blase?

Dennoch bleiben viele Analysten optimistisch und trauen KI-Aktien weiter starke Kursgewinne zu. Die Argumentation: Anders als bei der Dotcom-Blase handelt es sich bei vielen führenden KI-Unternehmen um profitable, etablierte Tech-Konzerne mit soliden Geschäftsmodellen – nicht um verlustbringende Start-ups ohne Geschäftsmodell.

Für vermögende Anleger bedeutet dies: Eine differenzierte Herangehensweise ist erforderlich. Während direkte Investitionen in börsennotierte KI-Aktien dem Risiko kurzfristiger Korrekturen ausgesetzt sind, bieten nicht-börsennotierte KI-Start-ups über Venture Capital Fonds oft einen attraktiveren Zugang – allerdings mit längeren Haltefristen und eingeschränkter Liquidität.

KI-Aktien, KI-ETFs und Venture Capital: Verschiedene Wege, in künstliche Intelligenz zu investieren

Für Anleger, die von der KI-Revolution profitieren möchten, stehen verschiedene Investmentmöglichkeiten zur Verfügung. Jede dieser Optionen hat spezifische Vor- und Nachteile, die je nach Anlagehorizont, Risikobereitschaft und Vermögenssituation unterschiedlich gewichtet werden sollten.

KI-Aktien: Direktinvestitionen in börsennotierte Unternehmen

Der direkteste Weg, in künstliche Intelligenz zu investieren, führt über börsennotierte Aktien von Unternehmen, die im KI-Bereich aktiv sind. Zu den prominentesten Namen gehören Nvidia als führender Anbieter von KI-Chips, Microsoft mit seiner strategischen OpenAI-Beteiligung, Alphabet (Google) mit seiner umfassenden KI-Forschung oder Meta, das massiv in generative KI investiert.

Der Vorteil von KI-Aktien liegt in der hohen Liquidität und Transparenz. Anleger können börsentäglich kaufen und verkaufen und erhalten regelmäßige Finanzberichte. Allerdings konzentrieren sich die meisten börsengehandelten KI-Investments auf große Tech-Konzerne, bei denen künstliche Intelligenz nur einen Teil des Gesamtgeschäfts ausmacht. Reine KI-Spezialisten wie C3.ai bleiben an den Aktienmärkten eher die Ausnahme.

Ein weiterer Aspekt: Viele der spannendsten KI-Start-ups sind nicht börsennotiert und für normale Anleger über den Aktienmarkt nicht erreichbar. Wer in die nächste Generation von KI-Unternehmen investieren möchte, benötigt alternative Zugangswege.

KI-ETFs: Diversifizierte Exposure im KI-Sektor

KI-ETFs (Exchange Traded Funds) bieten eine Möglichkeit, breit diversifiziert in eine Vielzahl von Unternehmen im KI-Bereich zu investieren. Diese ETFs enthalten typischerweise Aktien von Tech-Konzernen, Chip-Herstellern, Cloud-Computing-Anbietern und Software-Unternehmen, die im weiteren Sinne mit künstlicher Intelligenz verbunden sind.

Der Vorteil liegt in der breiten Streuung: Statt auf einzelne KI-Aktien zu setzen, partizipieren Anleger an der Entwicklung eines ganzen Korbs von Unternehmen. Gleichzeitig sind KI-ETFs liquide handelbar und transparent in ihrer Zusammensetzung.

Allerdings gilt auch hier: Die meisten KI-ETFs konzentrieren sich auf börsennotierte Tech-Giganten, oft mit starker US-Lastigkeit. Die innovativsten KI-Start-ups in der Frühphase bleiben außen vor. Zudem führt die Definition, was als "KI-Unternehmen" gilt, zu teilweise sehr unterschiedlichen Portfolio-Zusammensetzungen bei verschiedenen ETF-Anbietern.

Venture Capital: Zugang zu den KI-Innovatoren von morgen

Hier zeigt sich der entscheidende Unterschied: Während KI-Aktien und KI-ETFs primär auf etablierte, börsennotierte Unternehmen setzen, ermöglicht Venture Capital den Zugang zu den KI-Start-ups der nächsten Generation – oft Jahre bevor diese überhaupt an eine Börsengang denken.

Venture Capital Fonds investieren gezielt in junge, innovative KI-Unternehmen in frühen Entwicklungsphasen. Dabei profitieren sie von mehreren Vorteilen:

Früher Zugang: VC-Fonds können in vielversprechende KI-Start-ups investieren, wenn diese noch private Bewertungen haben – lange bevor institutionelle Anleger oder die breite Öffentlichkeit Zugang erhalten.

Aktive Unterstützung: Anders als passive Aktieninvestments bieten VC-Fonds ihren Portfolio-Unternehmen strategische Beratung, Netzwerkzugang und operative Expertise, die die Erfolgschancen erhöhen.

Portfoliodiversifikation: Professionelle VC-Fonds investieren typischerweise in eine Vielzahl von Start-ups über verschiedene Finanzierungsrunden hinweg, was das spezifische Risiko einzelner Investments reduziert.

Potenzial für außergewöhnliche Renditen: Während börsennotierte Tech-Aktien oft bereits hohe Bewertungen aufweisen, bieten frühe VC-Investments das Potenzial für Vervielfachungen, wenn ein Start-up erfolgreich skaliert.

Der zentrale Nachteil von Venture Capital liegt in der Illiquidität: Investments sind typischerweise über viele Jahre gebunden, bis es zu Exits (Börsengang oder Unternehmensverkauf) kommt. Für vermögende Anleger mit langfristigem Anlagehorizont kann dies jedoch ein akzeptabler Trade-off sein – besonders wenn die Renditechancen die längere Kapitalbindung rechtfertigen.

Chancen und Risiken beim Investieren in KI

Wie bei jeder Investition in innovative Technologien gilt auch bei künstlicher Intelligenz: Außergewöhnliche Renditechancen gehen einher mit spezifischen Risiken, die Anleger verstehen und bewerten sollten.

Chancen: Warum KI-Investments attraktiv sind

Transformatives Potenzial: Künstliche Intelligenz verändert grundlegend, wie Unternehmen operieren, Produkte entwickeln und mit Kunden interagieren. Diese Transformation steht noch am Anfang – Analysten erwarten, dass KI in den kommenden Jahrzehnten ähnlich disruptiv wirken wird wie die Einführung des Internets oder der Elektrizität.

Breite Anwendbarkeit: Anders als manche Nischentechnologien findet KI Anwendung in nahezu allen Branchen – von Gesundheitswesen über Finanzdienstleistungen bis hin zu Produktion, Logistik und Energie. Diese Vielseitigkeit erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere KI-Anwendungen zu wirtschaftlich nachhaltigen Geschäftsmodellen werden.

Netzwerkeffekte: Viele erfolgreiche KI-Unternehmen profitieren von Netzwerkeffekten: Je mehr Nutzer eine KI-Plattform verwenden, desto besser werden die Algorithmen, was wiederum mehr Nutzer anzieht. Diese selbstverstärkende Dynamik kann zu dominanten Marktpositionen führen.

Starke Kapitalnachfrage: Die Entwicklung fortgeschrittener KI-Modelle erfordert erhebliche Investitionen in Rechenkapazität, Daten und Talente. Dies schafft natürliche Eintrittsbarrieren und begünstigt Unternehmen, die früh mit Venture Capital-Finanzierung skalieren können.

Risiken: Was Anleger beachten sollten

Technologische Unsicherheit: Der KI-Bereich entwickelt sich extrem schnell. Was heute als führende Technologie gilt, kann morgen bereits überholt sein. Algorithmen und Architekturen, die heute State-of-the-Art sind, könnten durch neue Ansätze verdrängt werden.

Regulatorische Entwicklungen: Regierungen weltweit beginnen, KI zunehmend zu regulieren – von Datenschutzanforderungen über Transparenzvorgaben bis hin zu Haftungsfragen. Solche Regulierungen können Geschäftsmodelle erheblich beeinflussen.

Konzentration auf wenige Gewinner: Wie in vielen Tech-Märkten gilt auch bei KI das "Winner-takes-most"-Prinzip. Während einige Unternehmen zu dominanten Playern werden, scheitern viele andere Start-ups – auch solche mit zunächst vielversprechenden Ansätzen.

Bewertungsrisiken: Die aktuellen Bewertungen vieler KI-Unternehmen sind ambitioniert und preisen hohes zukünftiges Wachstum ein. Sollten diese Erwartungen enttäuscht werden, drohen Bewertungskorrekturen.

Ethische und gesellschaftliche Fragen: KI wirft zunehmend ethische Fragen auf – von Bias in Algorithmen über Auswirkungen auf Arbeitsmärkte bis hin zu Missbrauchspotenzialen. Unternehmen, die diese Aspekte nicht angemessen adressieren, können mit Reputationsschäden konfrontiert werden.

Infrastrukturabhängigkeit: Viele KI-Start-ups sind abhängig von Cloud-Infrastruktur und Rechenkapazitäten, die von wenigen großen Anbietern kontrolliert werden. Diese Abhängigkeit kann zu Kostensteigerungen oder strategischen Einschränkungen führen.

Für vermögende Anleger empfiehlt sich daher eine ausgewogene Herangehensweise: KI sollte als Beimischung zu einem diversifizierten Portfolio verstanden werden, nicht als Ersatz für etablierte Anlageklassen. Besonders bei Venture Capital Investments in KI-Start-ups sollten Anleger nur Kapital einsetzen, dessen Ausfall sie verkraften können, und bereit sein, dieses über lange Zeiträume zu binden.

So können Sie mit inVenture in KI investieren

Mit inVenture Capital können auch vermögende selbstentscheidende Anleger in das transformative Feld der künstlichen Intelligenz investieren. Unser Ansatz unterscheidet sich fundamental von direkten Investitionen in einzelne KI-Aktien oder ETFs: Wir bieten Zugang zu institutionellen Venture Capital Fonds, die sich gezielt an technologiegetriebenen Start-ups beteiligen – darunter aufstrebende Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz.

Der Vorteil des Dachfonds-Ansatzes

Mit unserem Venture Capital Dachfonds investieren wir in ausgewählte europäische Top-Tier-Venture Capital Fonds, die wiederum in innovative Start-ups investieren. Dieser mehrstufige Ansatz bietet mehrere entscheidende Vorteile:

Breite Diversifikation: Statt auf einzelne KI-Start-ups zu setzen, erhalten Anleger Zugang zu einem breit gestreuten Portfolio von Start-ups über mehrere VC-Fonds hinweg. Dies reduziert das spezifische Risiko einzelner Investments erheblich.

Professionelles Management: Unsere Partner-VC-Fonds werden von erfahrenen Investmentteams gemanagt, die über jahrelange Expertise in der Identifikation und Begleitung erfolgreicher Start-ups verfügen.

Institutioneller Zugang: Die VC-Fonds, in die wir investieren, haben Zugang zu Deal-Flow und Investitionsmöglichkeiten, die normalerweise nur Family Offices und institutionellen Anlegern vorbehalten sind.

Niedrigere Einstiegshürde: Während direkte Investitionen in Top-Tier-VC-Fonds typischerweise Mindestanlagesummen im sechsstelligen Bereich erfordern, ermöglicht unser Dachfonds den Einstieg bereits mit deutlich niedrigeren Beträgen.

Mehr als nur KI: Europas Innovations-Landschaft

Unser Portfolio ist nicht ausschließlich auf KI fokussiert, sondern umfasst das gesamte Spektrum innovativer europäischer Technologie-Start-ups. Dies schließt Bereiche wie Fintech, Climate Tech, Health Tech und Enterprise Software ein – viele davon mit starkem KI-Bezug.

Diese Diversifikation über verschiedene Technologiesegmente hinweg ist bewusst gewählt: Sie reduziert die Abhängigkeit von der Entwicklung eines einzelnen Sektors und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Portfolio von mehreren erfolgreichen Exits profitiert.

BaFin-reguliert und transparent

Als von der BaFin zugelassener Investmentfonds unterliegt unser Produkt strengen regulatorischen Anforderungen. Dies schafft Transparenz und Anlegerschutz – ein wichtiger Unterschied zu vielen alternativen VC-Investmentmöglichkeiten, die oft in Offshore-Strukturen organisiert sind.

Anleger erhalten regelmäßige Reportings über die Entwicklung des Portfolios, neue Investments und Exits. Diese Transparenz ermöglicht es, die Entwicklung der Investition nachzuvollziehen – auch wenn die zugrunde liegenden Start-ups selbst nicht börsennotiert sind.

Langfristiger Anlagehorizont

Venture Capital Investments erfordern Geduld: Von der initialen Investition bis zu erfolgreichen Exits vergehen typischerweise mehrere Jahre. Anleger sollten einen Anlagehorizont mitbringen, der diese Zeitspanne abdeckt, und bereit sein, auf kurzfristige Liquidität zu verzichten.

Im Gegenzug bietet dieser Ansatz das Potenzial, an der Wertentwicklung europäischer Technologie-Champions teilzuhaben – oft lange bevor diese über die Börse für die breite Öffentlichkeit zugänglich werden. Für vermögende Anleger, die bereits über ein solides Basis-Portfolio verfügen, kann diese Beimischung eine attraktive Ergänzung darstellen.

Erfahren Sie mehr über unsere Venture Capital Strategie und Investitionsmöglichkeiten.

Künstliche Intelligenz im Kontext alternativer Geldanlagen

Die Entscheidung, in künstliche Intelligenz zu investieren, sollte immer im Kontext der gesamten Vermögensstruktur getroffen werden. Für vermögende Anleger stellt sich die Frage: Wie fügt sich ein KI-Investment optimal in eine diversifizierte Portfoliostrategie ein?

KI als Teil einer Core-Satellite-Strategie

Viele erfahrene Investoren verfolgen eine Core-Satellite-Strategie: Der Kern des Portfolios besteht aus stabilen, breit diversifizierten Investments wie ETFs auf große Aktienindizes oder Anleihen. Ergänzend dazu werden gezielte "Satelliten-Investments" in aussichtsreiche Nischen platziert.

Künstliche Intelligenz über Venture Capital eignet sich hervorragend als solches Satelliten-Investment: Die Beimischung kann das Renditepotenzial des Gesamtportfolios erhöhen, ohne dass das gesamte Vermögen auf eine einzelne Technologie gewettet werden muss.

Vergleich mit anderen alternativen Anlageklassen

Gegenüber Immobilienfonds: Während Immobilienfonds mit stabilen Cashflows punkten, bieten KI-Investments über Venture Capital höheres Wachstumspotenzial bei allerdings auch höherem Risiko und längerer Kapitalbindung.

Gegenüber Gold: Gold wird oft als Inflationsschutz und sicherer Hafen betrachtet. KI-Investments zielen hingegen auf reale Wertschöpfung und Wachstum – mit der Chance auf deutlich höhere Renditen, aber ohne die Absicherungsfunktion von Edelmetallen.

Gegenüber Dividenden-ETFs: Dividendenstarke Aktien bieten regelmäßige Ausschüttungen und Stabilität. KI-Venture-Investments hingegen bieten keine laufenden Erträge, sondern setzen auf Wertgewinn und Exit-Erlöse nach mehreren Jahren.

Die Rolle der geografischen Diversifikation

Ein oft übersehener Aspekt: Während die KI-Landschaft stark von US-Unternehmen dominiert wird, bietet ein Fokus auf europäische KI-Start-ups interessante Diversifikationsvorteile. Europa verfügt über starke KI-Forschungsinstitutionen, ein wachsendes Ökosystem und zunehmend auch die notwendige Risikokapital-Infrastruktur.

Für Anleger aus dem deutschsprachigen Raum kann die Investition in europäische KI-Start-ups zudem die währungsbedingte Abhängigkeit von US-Dollar-Investments reduzieren und gleichzeitig von der technologischen Aufholjagd Europas profitieren.

Häufige Fragen (FAQ)

Soll man in KI investieren?

Künstliche Intelligenz wird als eine der transformativsten Technologien der kommenden Jahrzehnte betrachtet. Für vermögende Anleger mit langfristigem Anlagehorizont kann eine Beimischung von KI-Investments sinnvoll sein – allerdings als Teil eines diversifizierten Portfolios, nicht als isoliertes Investment. Die Entscheidung sollte abhängig von individueller Risikobereitschaft, Anlagehorizont und bestehender Portfoliostruktur getroffen werden. Wer bereits ein solides Basis-Portfolio hat und zusätzliches Wachstumspotenzial sucht, findet in KI-Investments über Venture Capital eine attraktive Ergänzung.

Welche KI-Aktie ist die beste?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da "beste" stark vom Anlageziel abhängt. Nvidia dominiert bei KI-Chips, Microsoft punktet durch seine OpenAI-Partnerschaft, Alphabet (Google) verfügt über umfassende KI-Forschung. Allerdings sind die meisten innovativen KI-Start-ups nicht börsennotiert und damit über Aktien gar nicht erreichbar. Für Zugang zu den KI-Innovatoren der nächsten Generation ist Venture Capital oft der bessere Weg – auch wenn dies längere Kapitalbindung bedeutet.

Wie investiert man in KI?

Es gibt mehrere Wege: Direkte Investitionen in KI-Aktien börsennotierter Unternehmen bieten hohe Liquidität, fokussieren aber primär auf etablierte Tech-Konzerne. KI-ETFs ermöglichen breite Diversifikation über viele Unternehmen hinweg. Venture Capital Fonds bieten Zugang zu nicht-börsennotierten KI-Start-ups mit höherem Renditepotenzial, erfordern aber längere Haltefristen. Für vermögende Anleger kann ein Mix dieser Ansätze sinnvoll sein: liquide KI-Investments für Flexibilität, Venture Capital für Wachstumspotenzial.

Ist KI eine gute Investition?

KI bietet erhebliches langfristiges Potenzial durch breite Anwendbarkeit in nahezu allen Branchen und transformative Kraft für Geschäftsmodelle. Gleichzeitig bestehen Risiken durch technologische Unsicherheit, regulatorische Entwicklungen und ambitionierte Bewertungen. Ob KI eine "gute" Investition ist, hängt vom individuellen Profil ab: Anleger sollten den Zeithorizont (mindestens mehrere Jahre), die Risikobereitschaft (Totalausfallrisiko bei einzelnen Start-ups) und die Portfoliostruktur (KI als Beimischung, nicht als Gesamtportfolio) berücksichtigen.

Was ist der Unterschied zwischen KI-Aktien und KI-Venture-Capital?

KI-Aktien sind Anteile an börsennotierten Unternehmen mit KI-Bezug – meist große Tech-Konzerne. Sie bieten hohe Liquidität (täglich handelbar) und Transparenz, fokussieren aber auf bereits etablierte Player. KI-Venture-Capital investiert in nicht-börsennotierte, junge KI-Start-ups in frühen Entwicklungsphasen. Dies ermöglicht Zugang zu den potenziellen Marktführern von morgen, oft zu niedrigeren Bewertungen als börsennotierte Alternativen. Der Trade-off: längere Kapitalbindung und höheres Risiko einzelner Investments – weshalb Venture Capital typischerweise über diversifizierte Fonds erfolgt.

Wie lange sollte man in KI-Start-ups investiert bleiben?

Venture Capital Investments in KI-Start-ups erfordern typischerweise einen Anlagehorizont von mehreren Jahren. Von der initialen Investition bis zu Exits (Börsengang oder Unternehmensverkauf) vergehen oft Jahre. Anleger sollten bereit sein, ihr Kapital über diesen Zeitraum zu binden und auf kurzfristige Liquidität zu verzichten. Im Gegenzug bietet dieser langfristige Ansatz das Potenzial, an der Wertentwicklung innovativer Unternehmen teilzuhaben – oft mit deutlich höheren Renditen als bei kurzfristig orientierten Investments.

Welche steuerlichen Aspekte sind bei KI-Investments zu beachten?

Die steuerliche Behandlung hängt stark von der Investmentstruktur ab. Bei börsennotierten KI-Aktien gelten die üblichen Regelungen für Kapitalerträge. Bei Venture Capital Fonds können komplexere steuerliche Konstruktionen zum Einsatz kommen. Zudem unterscheidet sich die Besteuerung je nach Fondsstruktur (transparent vs. intransparent) und Investorenstatus. Vermögende Anleger sollten vor einer Investitionsentscheidung steuerliche Aspekte mit ihrem Steuerberater klären, um böse Überraschungen zu vermeiden und die Investition optimal in ihre Gesamtstrategie zu integrieren.

Sind KI-Investments nur etwas für Tech-Experten?

Nein. Während technisches Verständnis hilfreich ist, können auch Anleger ohne tiefes KI-Fachwissen von der Technologie profitieren. Bei Investitionen über Venture Capital Fonds oder ETFs übernehmen professionelle Investmentteams die technische Due Diligence und Portfolioauswahl. Anleger sollten allerdings die grundlegenden Chancen und Risiken der Technologie verstehen und bereit sein, sich mit den Besonderheiten von KI-Investments auseinanderzusetzen. Eine gesunde Portion Skepsis gegenüber übertriebenen Versprechungen ist dabei ebenso wichtig wie die Offenheit für disruptive Innovationen.

Fazit: KI als Portfoliobaustein der Zukunft

Künstliche Intelligenz hat sich von einer futuristischen Vision zu einer realen wirtschaftlichen Kraft entwickelt, die bereits heute Branchen transformiert und deren Einfluss in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Für vermögende Anleger stellt sich nicht mehr die Frage ob, sondern wie sie an dieser Entwicklung teilhaben möchten.

Die Bandbreite der Investitionsmöglichkeiten reicht von liquiden KI-Aktien und ETFs bis hin zu illiquiden Venture Capital Investments in junge KI-Start-ups. Jeder Ansatz hat spezifische Vor- und Nachteile – und die optimale Strategie hängt von individuellen Präferenzen, Anlagehorizont und Risikobereitschaft ab.

Besonders interessant für vermögende selbstentscheidende Investoren: Der Zugang zu institutionellen Venture Capital Fonds, die in die KI-Innovatoren der nächsten Generation investieren. Dieser Ansatz ermöglicht Partizipation an hochinnovativen Unternehmen, lange bevor diese – falls überhaupt – an die Börse gehen. Die erforderliche längere Kapitalbindung und höhere Risikobereitschaft werden dabei durch das Potenzial außergewöhnlicher Renditen kompensiert.

Entscheidend ist: KI sollte als Teil einer diversifizierten Portfoliostrategie verstanden werden, nicht als isoliertes Investment. Die Beimischung kann das Wachstumspotenzial erhöhen und Zugang zu einer der transformativsten Technologien unserer Zeit bieten – vorausgesetzt, Anleger sind bereit, die spezifischen Risiken zu akzeptieren und den erforderlichen langfristigen Anlagehorizont mitzubringen.

Mit der richtigen Strategie und einem professionellen Partner kann die Investition in künstliche Intelligenz ein wertvoller Baustein für zukunftsorientierte Portfolios sein – und gleichzeitig dazu beitragen, die nächste Generation europäischer Technologie-Champions zu fördern.


Quellen

Silicon Valley Bank (2022): Family Offices Investing in Venture Capital. Studie zur Vermögensallokation von Family Offices und deren Venture Capital Exposure.

Deutsche Bundesbank (2024): Geldvermögensbildung in Deutschland. Quartalsbericht zur Vermögensstruktur deutscher Haushalte.

Pitchbook (2024): Venture Capital Performance Index. Langfristige Performance-Daten zu Venture Capital Investments im Vergleich zu öffentlichen Märkten.

SAP (2025): Unternehmensstudie zu KI-Investitionen und ROI-Erwartungen. Erhebung unter deutschen Unternehmen zu geplanten KI-Investitionen und Renditeerwartungen, news.sap.com/germany.

FERI (2025): KI-Boom: Erfolgreicher Wettlauf um die Zukunft oder kollektive Übertreibung? Analyse zu Bewertungsniveaus und Blasengefahren im KI-Sektor, November 2025.

Quirinprivatbank (2025): Marktkommentar zu KI-Investitionen und Bewertungsentwicklungen. Einordnung aktueller Trends im KI-Investment-Bereich, quirinprivatbank.de.

Various (2025): Aktuelle Berichterstattung zu KI-Investitionen, Venture Capital Finanzierungen und Marktentwicklungen aus Finanzpresse und Branchenpublikationen.


Wichtige Hinweise: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Venture Capital Investments sind mit erheblichen Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Totalverlusts des eingesetzten Kapitals. Die dargestellten Informationen ersetzen nicht die individuelle Beratung durch einen qualifizierten Finanzberater oder Steuerexperten. Vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.