Silverflow sammelt 36,8 Mio. € in Series-B-Runde ein
Das niederländische Fintech-Unternehmen Silverflow hat 36,8 Mio. € in einer Series-B-Finanzierungsrunde eingesammelt. Die Runde wird von Picus Capital angeführt und unterstreicht das wachsende Vertrauen von institutionellen Investoren in die Plattform des Payment-Spezialisten. Damit erhält Silverflow das notwendige Kapital, um seine Position im europäischen Zahlungsverkehrsmarkt weiter auszubauen.
Cloud-natives Payment Processing mit API-Zugang
Silverflow hat sich auf die Bereitstellung einer cloud-nativen Payment-Processing-Plattform spezialisiert, die Zahlungsdienstleistern, Payment Service Providern (PSPs), Payment Facilitatoren und Acquirern einen direkten Zugang zu Kartennetzen ermöglicht. Das Kernprodukt basiert auf APIs und bietet Echtzeit-Insights in alle Transaktionsdaten. Damit adressiert das Unternehmen ein fundamentales Problem im Zahlungsverkehr: Die klassischen Payment-Infrastrukturen sind oft zu komplex, undurchsichtig und technisch veraltet.
Das Geschäftsmodell von Silverflow richtet sich an professionelle Akteure im Payment-Ökosystem, die ihre eigenen Zahlungsdienstleistungen anbieten oder vermitteln. Statt auf veraltete Legacy-Systeme oder proprietäre Lösungen angewiesen zu sein, können Kunden von Silverflow moderne, flexible APIs nutzen. Dies ermöglicht es ihnen, schneller zu innovieren, Kosten zu senken und ihren Endkunden bessere Dienste anzubieten. Die Plattform verspricht Transparenz in Echtzeit – ein Wettbewerbsvorteil in einem Markt, der von Intransparenz geprägt ist.
Starkes Investor-Syndkat unterstützt Wachstum
Die Series-B-Runde wird von Picus Capital angeführt, einem auf Fintech und digitale Infrastruktur spezialisierten Investor mit Fokus auf Europa. Neben Picus Capital beteiligen sich Coatue, Crane Venture Partners, Rabo Investments, Inkef sowie Global PayTech Ventures an der Finanzierungsrunde. Das Investor-Syndkat ist hochgradig relevant für Silverflows Ziele: Coatue ist bekannt für seine Unterstützung von Scale-up-Unternehmen im Fintech, während Crane Venture Partners branchenspezifisches Know-how mitbringt. Rabo Investments, der Venture-Arm der niederländischen Rabobank, zeigt das Vertrauen des traditionellen Bankingsektors in die Lösung.
Mit der Finanzierung soll Silverflow vor allem in Produktentwicklung, Markterweiterung und den Aufbau seines Teams investieren. Das Kapital wird es dem Unternehmen ermöglichen, seine API-Plattform zu erweitern, zusätzliche Integrationsmöglichkeiten zu schaffen und in neue geographische Märkte zu expandieren.
Strategische Bedeutung im Payment-Markt
Der europäische Payment-Markt unterliegt aktuell erheblichen Umwälzungen. Die zunehmende Regulierung durch Richtlinien wie PSD2 sowie der Druck zur Digitalisierung schaffen massive Nachfrage nach modernen, cloud-basierten Zahlungslösungen. Anbieter, die PSPs und Merchants eine einfache, sichere Integration zu Kartennetzen ermöglichen, positionieren sich strategisch zentral. Silverflow tritt dabei in direkte Konkurrenz mit etablierten Spielern wie Stripe, Adyen oder regionalen Spezialisten, unterscheidet sich aber durch den direkten Netzwerk-Zugang und die Fokussierung auf B2B-Payment-Profis.
Die bisherige Finanzierungshistorie zeigt, dass es sich um die erste große institutionelle Runde für Silverflow handelt, die mit 36,8 Mio. € bedeutsam ist. Das Unternehmen hat damit insgesamt 36,8 Mio. € aufgebracht.
Nächste Schritte für Silverflow
Silverflow ist in den Niederlanden ansässig und plant mit der neuen Finanzierung eine beschleunigte Expansion in Europa. Das Unternehmen wird die Investition nutzen, um sein Team auszubauen, die technische Plattform zu vertiefen und dabei auch neue Märkte sowie zusätzliche Features zu erschließen. Für das Payment-Ökosystem könnte Silverflow eine wichtige Infrastruktur-Schicht werden – eine Art „Middleware" für modernen Zahlungsverkehr, die den Einstieg in direkten Netzwerk-Zugang demokratisiert.





