Eagl sammelt 0,82 Mio. € in Seed-Runde ein
Das belgische Fintech-Startup Eagl hat in seiner Seed-Finanzierungsrunde 0,82 Mio. € eingesammelt. Die Runde wurde von Syndicate One angeführt und unterstreicht das wachsende Interesse von Investoren in Lösungen, die Finanzteams von manuellen, zeitaufwändigen Prozessen befreien. Mit einem starken Investor-Ökosystem aus etablierten SaaS-Gründern und professionellem Kapital positioniert sich Eagl gut im Markt der Financial-Operations-Automatisierung.
Automatisierung für moderne Finance-Teams
Eagl hat sich zum Ziel gesetzt, Finanzabteilungen durch künstliche Intelligenz zu transformieren. Die KI-native Plattform automatisiert Buchhaltungs- und Controlling-Workflows, die bislang einen Großteil der manuellen Arbeit in Finance-Teams ausmachen. Der Schwerpunkt liegt auf der Automatisierung von Monatsabschlussarbeiten – einem notorisch zeitintensiven Prozess, der Finance-Manager und Buchhalter regelmäßig von strategischeren Aufgaben abhält.
Das Kernprodukt von Eagl adressiert ein universelles Problem im Finanzbereich: Die Datenqualität zu überwachen und gleichzeitig Audit-Zyklen zu verkürzen, erfordert derzeit enorme manuelle Anstrengungen. Durch intelligente Automatisierung ermöglicht Eagl es Finanzteams, diese repetitiven Aufgaben zu delegieren – an eine Software statt an Menschen. Dies führt zu schnelleren Abschlüssen, besserer Datenqualität und letztlich zu mehr Zeit für strategische Finanzplanung und Business-Analyse, die echten Mehrwert für Unternehmen schafft.
Die Plattform richtet sich primär an mittlere bis größere Unternehmen, die mit komplexen Finanzprozessen kämpfen und ihre Finance-Operationen modernisieren möchten. Dies umfasst sowohl etablierte Mittelständler als auch schnell wachsende Scale-ups, die ihre Finanzstrukturen professionalisieren wollen.
Starkes Investor-Ökosystem hinter der Finanzierungsrunde
Die Seed-Runde wurde von Syndicate One angeführt, einem Investor, der sich auf frühe B2B-SaaS-Unternehmen konzentriert. Besonders bemerkenswert ist die Liste der Co-Investoren: Sie liest sich wie ein Who's Who der belgischen und europäischen SaaS-Gründerszene. Mit dabei sind Matthias Geeroms (Gründer von Lighthouse), Joris Van Der Gucht (Silverfin, Ravical), Jeroen De Wit (Teamleader), Lorenz Bogaert (Rydoo, StarApps), Louis Jonckheere (Showpad), Roeland Delrue (Aikido Security) und Wouter Van Respaille (Henchman). Diese etablierten Gründer bringen nicht nur Kapital, sondern auch operatives Know-how und ihre Netzwerke in das Projekt ein.
Neben dem Gründerkollektiv beteiligt sich auch CNBB Equity Partners, ein institutioneller Investor mit Fokus auf belgische und europäische Tech-Unternehmen. Diese Mischung aus Business Angels und institutionellem Kapital deutet darauf hin, dass Eagl überzeugende Investoren von seiner Vision und dem Marktpotenzial überzeugt hat. Das Kapital wird primär für die Produktentwicklung, den Ausbau des Teams sowie die initiale Marktexpansion eingesetzt.
Wachsendes Marktsegment für Financial Automation
Eagl bewegt sich in einem Segment, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Finance-Automation und KI-gestützte Buchhaltungslösungen sind seit Jahren ein Boom-Bereich im B2B-SaaS. Konkurrenten wie Ramp, Bill.com oder auf europäischer Ebene Silverfin zeigen, dass es substantielles Marktpotenzial gibt. Allerdings konzentriert sich Eagl spezifischer auf Accounting- und Controlling-Automation mit AI-First-Ansatz, was es von breiteren Finanz-Management-Plattformen unterscheidet.
Die Gründung in Belgien – einem zunehmend wichtigeren Tech-Hub in Europa – bietet Vorteile bei der Talentgewinnung und dem Zugang zu etablierten Unternehmenskunden. Mit 0,82 Mio. € in der Seed-Phase verfügt Eagl über eine solide Basis für die nächsten 12-18 Monate Wachstum, auch wenn für Scale-up oder Series-A-Runden deutlich mehr Kapital nötig sein wird.
Nächste Schritte und Wachstumspläne
Eagl sitzt in Belgien und hat bislang 0,82 Mio. € eingesammelt. Das Startup wird die kommenden Monate nutzen, um sein Produkt zu verfeinern, erste Kundenbeziehungen aufzubauen und sein Team zu erweitern. Mit der starken Unterstützung etablierter SaaS-Gründer als Investoren darf das Unternehmen auf wertvolle Mentoring-Beziehungen und Kundenzugänge hoffen – Faktoren, die in der frühen Phase oft entscheidender sind als reines Kapital.







